Jack Miller (MotoGP): «Die grossartigste Erfahrung»

Von Gerraint Thompson
MotoGP
Jack Miller fühlt sich nach der Operation bereit für das MotoGP-Abenteuer. Mit den 260 PS hat der Rookie bisher keine Mühe, das Sliden gefällt ihm.

Jack Miller sprang nach dem Valencia-GP von der knapp 60 PS starken 250er-KTM sofort auf die rund 230 PS starke Open-Honda des LCR-Teams mit 1000 ccm und rund 160 kg.

Letzte Woche spulte er mit dem neuen Motorrad mit der Bezeichnung RC213V-RS drei weitere Testtage ab. Er bekam damit noch mehr PS, denn dieses Motorrad ist nichts anderes als eine 2014-Werksmaschine mit pneumatischem Ventiltrieb, aber ohne Seamless-Getriebe.

Diese Woche wurde Jack Miller in Barcelona von Dr. Xavier Mir operiert. Die Kollegen von motogp.com haben ihn dort besucht und interviewt.

Jack, wir finden dich wieder einmal im Krankenhaus. Wie fühlst du dich?

Es fühlt sich irgendwie an wie mein zweites Zuhause. Ich fühle mich jetzt an der rechten Körperhälfte definitiv etwas leichter. Dr. Mir hat aus dem Schlüsselbein und der Schulter sieben Schrauben und zwei Platten rausgeholt.

Wie ist diese Verletzung damals zustande gekommen?

Ich habe mir das Schlüsselbein 2012 in der Moto3-WM zum ersten Mal gebrochen. Dann habe ich mir in Indianapolis 2013 wieder einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Ich liess mich sofort operieren und ging in Brünn gleich wieder an den Start. Aber irgendwann hat sich die Platte verbogen. Dann bin ich Ende 2013 beim Jerez-Test im November wieder gestürzt. Dabei wurde die Platte rausgerissen, dabei ist der Knochen in zwei Teile gesplittert.
Ich hatte dann im Vorjahr eine grosse Operation, um den Bruch zu flicken. Es wurde auf jeder Seite zwei Schrauben eingefügt, um den Knochen zusammenzustückeln. In diesem Jahr wurden die Schrauben locker, am Saisonende fühlte sich alles wacklig und instabil an. Und ich hatte diesen hässlichen Buckel an der Oberseite meiner Schulter.
Es ist gut, jetzt wieder 100-prozentig in Ordnung zu sein. Ich werde mir jetzt ein paar Tage Ruhe gönnen, damit die Narbe heilen kann. Dann geht die Vorbereitung für 2015 los.

Wirst du bei den Sepang-Tests ab 4. Februar richtig fit sein?

Gut, das hoffen wir. Bis dahin haben wir ja noch Zeit, rund zwei Monate. Ich bin froh, dass wir bereits einen Sepang-Test hinter uns haben. (Er lacht). Es war warm und nett dort drüben... Es hat trotzdem Spass gemacht. Es ist die grossartigste Erfahrung, die ich je auf einem Motorrad hatte. Die Geraden sind viel kürzer als auf dem alten Moto3-Bike. Die paar Sekunden vergehen wie im Flug... Du bist viel weniger Zeit hinter der Verkleidung versteckt. Das ist sicher.

Wenn du Moto3 und MotoGP vergleichst: Du musst jetzt 200 PS mehr handhaben. Das muss in Valencia ein Schock gewesen sein?

Das war so, ganz sicher. Aber das neue Motorrad, das ich zuletzt in Sepang gefahren bin, ist einen Schritt weiter... Unvergleichlich. Unglaublich. Wir haben immer noch nicht alle elektronischen Systeme so aktiviert, dass sie in jeder Kurve optimal wirken, damit warten wir noch. Deshalb hatten wir hinten viel Wheelspin. Aber ich soll mich zuerst an die Power gewöhnen, dann kommt die Elektronik verstärkt ins Spiel.
Ich komme vom Dirt-Track. Deshalb macht es mir viel Freude, jetzt mit der Power spielen und meine Sitzposition verschieben zu können. So bekome ich den optimalen Drive aus den Kurven raus.
in Malaysia war das besonders in Turn 3 sehr nett. Dort konnte ich sliden und gegenlenken, das hat Spass gemacht.

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