Domi Aegerter: «Werde Kawasaki-Prototyp testen»

Von Sharleena Wirsing
Moto2-Pilot Dominique Aegerter wurde vom Kawasaki-Werk eingeladen, Ende Januar eine MotoGP-Maschine zu testen. Ziehen die Grünen nun doch eine MotoGP-Rückkehr in Erwägung?

2014 fuhr Dominique Aegerter bereits die Avintia-Kawasaki beim Test in Barcelona. Ende Januar soll der Schweizer nun in Jerez eine neue MotoGP-Maschine von Kawasaki testen. Die Einladung dazu kam direkt vom Werk.

«Ja, ich werde am 26. und 27. Januar mit Kawasaki in Jerez testen. Mein Team hat das eingefädelt, wie auch schon den Test mit Avintia. Das Testteam von Kawasaki wird dort mit mir arbeiten. Ich werde einen Prototyp fahren. Die Einladung zu diesem Test kam direkt vom Werk. Ich habe beim Test in Barcelona ein paar Leute kennengelernt, die am Kawasaki-Projekt beteiligt sind. Was ich exakt testen werde, weiß ich noch nicht. Die Maschine wird jedoch mit Michelin-Reifen bestückt. Aber nicht mit jenen, die 2016 in der MotoGP-Klasse einsetzt werden», verriet Aegerter im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

«Wie man mit einem MotoGP-Bike fahren muss, weiß ich ja schon. Doch ich bin seit November nicht mehr auf einer Rennmaschine gesessen. Nun werde ich mich gleich auf eine MotoGP-Maschine schwingen. Das ist nicht so einfach. Doch ich freue mich sehr darauf», versicherte der 24-Jährige.

Da in der MotoGP-Klasse ab 2016 die Einheitselektronik von Magneti Marelli – Hardware und Software – von allen Teams eingesetzt werden muss, und Michelin neuer Einheitsreifenlieferant wird, könnten die Kräfteverhältnisse auf den Kopf gestellt werden. Ein guter Zeitpunkt für eine Rückkehr von Kawasaki?

Kawasaki-Rennchef Ichiro Yoda versicherte jedoch bereits mehrmals, die Grünen würden keine MotoGP-Rückkehr planen. Auch Guim Roda, Superbike-Teamanager für Kawasaki, erklärte im März 2014 gegenüber SPEEDWEEK.com: «Es macht sicher mehr Sinn, vier oder fünf Millionen in der Superbike-WM auszugeben und dort zu gewinnen, als 45 Millionen in die MotoGP-WM zu stecken und Siebter zu werden. Für Honda, Yamaha, Ducati oder Suzuki macht MotoGP vielleicht Sinn.»

Doch wie lange kann es sich Kawasaki leisten, den Erfolgen der japanischen Gegner Honda, Yamaha und Suzuki sowie der europäischen Hersteller Ducati, Aprilia und bald KTM tatenlos zuzusehen?

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Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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