Dirk Debus (Forward): «Wir hatten bisher immer Pech»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Platz 8 und der erste Sieg in der Open-Class durch Stefan Bradl wirkten am Sonntag für Athinà Forward-Yamaha wie ein Befreiungsschlag. «Erst seit Mugello funktioniert unser Elektronik-Setting», stellte Dirk Debus fest.

«Wir haben viel Arbeit, richtig viel Arbeit», hatte Dirk Debus Elektronikchef bei Athinà Forward Yamaha Racing, noch beim Jerez-GP erklärt.

Nach dem achten Platz von Stefan Bradl am Sonntag beim Catalunya-GP war dem deutschen Chef der Firma «2d datarecording» die Erleichterung anzusehen.

«Stefan hat im Rennen über die 25 Runden nur 22 Sekunden auf die Werks-Honda von Dani Pedrosa und aufs Podium eingebüsst, das ist super», freute sich Dirk Debus.

Das Forward-Team hatte einige Rennen gebraucht, um die neue Magneti-Marelli-Software auf die Wünsche des Fahrers anzupassen.

Das sei aufwändiger als erwartet gewesen, beteuert Debus, denn die neue Version von Marelli habe rund 1820 ​mehr Parameter​ integriert als ​die letztjährige. «2014 haben wir zum Beispiel für Aleix Espargaró bei der Traction-Control eine Tabelle gehabt, dieses System hat überall recht vernünftig funktioniert. In diesem Jahr mussten wir diesen Bereich in fünf unterschiedliche Tabellen aufsplitten. Das hatte zur Folge, dass wir oft zwischen FP1 und FP2 nicht genug Zeit hatten, um bei veränderten Verhältnissen Anpassungen vorzunehmen.»

Bradl zeigte sich besonders mit dem «corner by corner»-Set-up nicht zufrieden, es vermittelte ihm nicht genug Vertrauen. Einige Defekte mit kaputten Hinterradsensoren trugen weiter zur Verunsicherung bei. «Es ist aussichtslos», seufzte ein verzweifelter Bradl bei Le Mans-GP.

Erst beim Mugello-GP war ein klarer Aufwärtstrend zu spüren, doch Bradl wurde als Zwölfter in Runde 3 von Hayden abgeschossen, in Texas hatte ihn Miller in Runde 3 vom elften Platz torpediert. So gingen wichtge Punkte verloren.

«Im Grunde haben wir bis zum Barcelona-GP bei jedem Rennen Pech gehabt», fasst Dirk Debus im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zusammen. «Es passierte jedes Mal etwas anderes, oft waren es nur Kleinigkeiten, die uns einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Wir sind mit dem neuen Elektronik-Setting erst jetzt so weit, dass wir alles nützen können, was wir im Februar in Malaysia gekriegt haben. Weil wir die drei Testtage in Doha nicht hatten und weil wir auch beim Montag-Test in Jerez nicht viel weitergekommen sind. Deshalb sind wir in Le Mans im FP1 mit einem Setting losgefahren, das schlecht war. Erst seit Mugello läuft es auf der Elektronik-Seite bei uns gut...»

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