Valentino Rossi: «Dürfen Márquez nicht abschreiben»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi in Sachsen

Valentino Rossi in Sachsen

Valentino Rossi liegt zwar in der WM 74 Punkte vor Marc Márquez. Aber der Italiener weiss, dass der Weltmeister noch zur Bedrohung werden könnte.

Nach der siebtbesten Trainingszeit und 0,538 Sekunden Rückstand auf Marc Márquez trat Valentino Rossi am Freitag auf dem Sachsenring, wo er schon vier MotoGP-Rennen gewonnen hat, mit gemischten Gefühlen vor die Presse.

Im ersten freien Training war er mit 1:22,102 min noch an zweiter Stelle gelandet, nur 0,336 sec hinter Márquez.

«Kein grossartiger Tag, besonders weil wir am Vormittag mit viel Elan gestartet sind. Unser Set-up hat sich gegenüber Assen nicht stark verändert. Das Problem war leider, dass ich meine FP1-Zeit im FP2 nicht verbessern konnte. Das ist kein gutes Zeichen. Wir haben im FP2 etwas anderes probiert, was sich nicht sonderlich bewährt hat. Leider hatte ich bei diesem Setting gerade die neuen Reifen drauf... Das Gute ist, dass ich mich am Ende des Trainings in allen Sektoren gesteigert habe, obwohl die Reifen schon ziemlich stark gebraucht waren. Also sind wir im Grunde gut unterwegs. Und ich bin auch deshalb nur an siebter Stelle, weil einige Gegner am Schluss neue Reifen montiert haben, wir hingegen nicht. Einiges sieht positiv aus, anderseits müssen wir uns steigern und verbessern. Wir müssen noch viel arbeiten. Denn meine Pace ist in Ordnung, aber nicht fantastisch. Wenn wir schneller fahren wollen, müssen wir die Abstimmung weiter verfeinern.»

Rossi verwendete den asymmetrischen Vorderreifen während des gesamten FP2. «Ich bin damit viele Runden gefahren, um mehr Verständnis für diesen Dual-Compund zu bekommen. Der Reifen ist gut, ich fühle mich wohl damit. Er könnte eine Option fürs Rennen werden.»

Was die WM 2015 betrifft, hält Rossi noch immer jeden Ausgang für möglich. ​Aber Rossi und Lorenzo müssten viele Fehler machen, wenn Márquez seine 74 beziehungsweise 64 Punkte Rückstand noch aufholen möchte.

Traut Rossi dem Spanier Máquez wirklich noch zu, den WM-Spiess völlig umzudrehen? «Marc ist auf sein Chassis aus dem Vorjahr zurückgekehrt, das ist nicht nur technisch eine Hilfe für ihn, es unterstützt ihn auch psychologisch», meint Rossi. «Ich denke, Márquez wird von jetzt bis zum WM-Finale sehr konkurrenzfähg sein. Aus diesem Grund glaube ich, dass der Titelkampf für ihn noch nicht vorbei ist. Es ist aber auch wahr, dass unser Motorrad sehr gut  ist, besser als 2014. Deshalb werden Jorge und ich konkurrenzfähiger sein als im Vorjahr, wir können Marc öfter richtig Paroli bieten. Aus diesem ​Grund ist es schwierig für ​ihn... Klar, sein Rückstand ist gross, aber wir haben noch zehn Rennen vor uns.»

Aber der Weltmeister muss sich mit zwei starken ​Gegnern herumschlagen – Rossi und Lorenzo. Wird Marcs Aufgabe dadurch nicht erheblich schwi​eriger? Rossi: «Ja, natürlich erschwert das die Aufgabe für Márquez. Sein Job ist schon schwer genug. Gegen zwei Yamaha-Fahrer wird er noch schwieriger. Aber nichts ist unmöglich. Bei zehn Rennen kann noch alles passieren.»

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