Stefan Bradl (23.): «Ich komme nicht vom Fleck»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl auf der Aprilia

Stefan Bradl auf der Aprilia

Wegen einer fehlerhaften Kupplungs-Komponente kam Stefan Bradl im FP3 in Aragón kaum zum Fahren. Jetzt werden die alte Schwinge und die alte Kupplung eingebaut.

Romano Albesiano tigerte ungeduldig in der Aprilia-Box herum. Der Renndirektor entschuldigte sich mehrmals bei Stefan Bradl. «Sorry.»

Erst 16 min 20 sec vor Ende der 45 Minuten langen FP3-Session konnte sich Stefan Bradl im MotorLand Aragón auf eine Aprilia RS-GP schwingen, die andere stand noch zerlegt in der Box.

Die beiden «Laboratory Bikes» von Bradl waren nach dem Freitag-Training mit neuen Kupplungen ausgerüstet worden, bei denen offenbar ein Materialfehler zutage trat.

Der Bayer drehte in den letzten 20 Minuten noch einige Runden, rutschte aber auf Platz 23 hinter Laverty zurück, da er mit 1:51,312 min klar hinter seiner Freitag-Zeit von 1:49,980 min blieb. In der Gesamtwertung der ersten drei freien Trainings liegt Bradl an 22. Stelle.

Aprilia-Teamkollege Alvaró Bautista hingegen schaffte mit 1:49,581 min praktisch dieselbe Zeit wie am Freitag – Platz 18 vor Baz und Miller.

«Wir haben bei Stefan gestern am Abend neue Kupplungen eingebaut», erläuterte Albesiano. «Zu Beginn des Trainings hat sich herausgestellt, dass da fehlerhafte Komponenten dabei waren. Dadurch haben wir mehr als 20 Minuten verloren. Alvaró konnte mit einem Bike fahren, weil bei ihm diese neuen Teile nur bei einem Motorrad eingebaut worden sind.»

«Alvaró hat die neuen Kupplungen schon seit vier oder fünf Rennen eingebaut, sie sind offenbar zumindest beim Start ein Vorteil», schilderte Bradl. «Da es sonst keine grossen Unterschiede gibt, haben wir auf Vergleiche verzichtet und gleich beide Motorräder umgerüstet. Aber das eine Motorrad ist mir gleich beim Rausfahren abgestorben, nachher gab es beim ersten Motorrad beim Zurückschalten Probleme. Also bin ich auf das zweite Motorrad gestiegen, doch da war genau das gleiche Problem. So konnten wir feststellen, dass bei der Kupplung ein Fehler drin ist. Zuerst wurde überlegt, während des Trainings auf die Kupplung von gestern umzubauen, aber dazu hätte die Zeit nicht gereicht. Das ist sehr zeitaufwändig. Dann haben die Mechaniker das Problem an einem Motorrad lösen können. Ich bin dann mit dem gefahren, aber es war hinten ein gebrauchter Reifen drin, ausserdem hatten wir das gleiche Problem wie gestern, weil das Hinterrad dauernd durchdrehte. Ich fahre mehr oder weniger spazieren und komme aus der Kurve raus nicht vom Fleck, weil das Hinterrad überhaupt keinen Grip generiert. Nullkommanull. Wir dachten gestern, es würde am Nachmittag mit den höheren Temperaturen besser werden, aber das war nicht der Fall. Alvaró ist gestern schon am Vormittag zur alten Schwinge zurückgekehrt, das werden wir jetzt auch machen für den Rest des Tages – bei beiden Motorrädern. Beim Misano-Test hat die neue Schwinge gut funktioniert. Das Misano-Setting funktioniert aber hier nicht, das Gripniveau ist anders. Und die neue Schwinge funktioniert hier absolut gar nicht.»

«Wir haben am Freitag noch ein langes Meeting im Truck gehabt und uns vorgenommen, grosse Schritte zu probieren. Jetzt wissen wir, dass die neue Schwinge hier nicht funktioniert. Wir müssen jetzt auf das zurückgehen, was wir in der Vergangenheit benützt haben», erklärte Bradl.

«Dieses dritte Training hat uns weit zurückgeworfen, weil wir jetzt nicht vorwärts gekommen sind. Es ist eher rückwärts gegangen. Ich will mich nicht zu sehr an Alvaró orientieren, aber wir gehen jetzt wie er zurück zur alten Schwinge. Aber es scheint so, als hätte er auch Probleme gehabt mit der neuen.»

Was ist das Ziel für den Rest des Samstags? Bradl: «Mehr Grip finden.»

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