Jorge Lorenzo (Yamaha): «Wir setzen auf Risiko»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo will Rossis 11-Punkte-Vorsprung im Rennen in Malaysia unbedingt weiter reduzieren. Er schätzt die Honda von Pedrosa und Márquez sehr stark ein, will aber mit ihnen mithalten.

Jorge Lorenzo (28) steht ein heikler GP von Malaysia bevor. Während Rossi bei einem Ausscheiden des Teamkollegen mit einem dritten Platz fix Weltmeister wäre, er würde dann zum vierten Mal die Krone in Sepang gewinnen, steht der Mallorquiner unter besonderem Druck.

Er muss dem WM-Leader aus Italien unbedingt weiter Punkte wegnehmen, wenn die Situation für den Valencia-GP am 8. November nicht aussichtslos werden soll.

Ducati-Star Andrea Iannone (26) meinte nach dem Qualifying, Dani Pedrosa habe die beste Pace fürs Rennen, dann folge Márquez, dahinter er gleichauf mit Lorenzo, Rossi tummle sich da erst an fünfter Stelle.

Lorenzo ist anderer Ansicht. «Ich glaube, Samstagfrüh war ich derjenige, der die beste Pace hatte, Marc war dicht hinter mir. Dani war in der Früh nur mittelmässig. Aber je heisser es wird, desto schneller wird er, da war er am Freitag und Samstag jeweils sehr stark. Lasst uns abwarten, wie sich das Wetter am Sonntag entwickelt. Dani wird sehr stark sein, Marc natürlich auch. Aber ich bilde mir ein, wir können mit den Honda mithalten, zumal das Rennen sehr lang ist – 20 Runden. Vielleicht haben sie über die Distanz nicht jene Explosivität, die sie mit frischen Reifen über eine einzelne Runde haben. Ich denke aber, dass die Honda im Quali mehr Sprit im Tank hatten als wir.»

Muss Jorge das Rennen gewinnen, um die Titelchancen am Leben zu erhalten? «Nein, wir müssen nur vor Valentino ins Ziel kommen. Aber natürlich wäre es besser, wenn wir auf Platz 2 landen oder gewinnen könnten», sagt Jorge. «Und das werde ich versuchen. Wir haben nichts zu verlieren. Wir setzen auf Risiko. Dann werden wir sehen, was passiert.»

Im Freitag-Training fuhr Rossi zu Beginn des FP2 einmal sehr dicht an das Motorrad von Lorenzo heran. Der Spanier lässt sich aber dadurch nicht einschüchtern. «Ich weiss nicht, was er damit bezweckt hat. Ich habe keine Ahnung», zuckte Jorge die Schultern. «Er war wirklich sehr dicht dran. Vielleicht wollte er sich an meinem Motorrad irgendetwas aus der Nähe genauer anschauen...»

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