Loris Baz (Ducati): «Habe 2016 gute Chancen»

Von Frank Aday
MotoGP

Als MotoGP-Rookie beeindruckte Loris Baz 2015 Fans und Experten auf der Open-Yamaha des Forward-Teams. 2016 wird er für das Avintia-Team auf Ducati antreten. Wie sehen seine Ziele aus?

Loris Baz konnte seinen Speed bereits 2015 als Rookie auf der unterlegenen Open-Yamaha des Forward-Teams unter Beweis stellen und Rang 2 der Open-Wertung hinter seinem neuen Avintia-Teamkollegen Héctor Barberá sichern.

Beim MotoGP-Test in Valencia sorgte der 1,91 Meter große Franzose erneut für Aufsehen. Bei seinem ersten Test mit der Ducati GP14.2 lag er nicht nur vor Barberá, sondern verlor nur 0,736 sec auf die Bestzeit von Repsol-Honda-Ass Marc Márquez und nur 0,179 sec auf Andrea Iannone mit der GP15. Beim zweiten Test in Jerez war Baz erstmals mit der neuen Einheitselektronik unterwegs. Nach einem Sturz reihte er sich hinter seinem neuen Teamkollegen Héctor Barberá ein.

Welche Ziele hat er sich für die Saison 2016 gesetzt? Wie bewertet er die neuen Michelin-Reifen? Diese und einige weitere Fragen beantwortete Baz im Interview mit «motogp.com». Einige Fragen stammten von Fans des Franzosen.

2015 war für dich ziemlich erfolgreich. Ist es besser als erwartet gelaufen?

Ehrlich gesagt, bin ich sehr stolz auf meine Saison. Ich bin in die MotoGP-WM gekommen, was für mich eine echt große Herausforderung war. Ich bin am Ende ziemlich happy, dass ich eine so gute Saison hatte. Ich habe bis zum Schluss um den Open-Titel gekämpft, das habe ich vor nur einem Jahr nicht erwarten dürfen.

Du bist aus der Superbike-WM gekommen und hattest 2015 einige neue Strecken zu lernen. Welche sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Naja, es waren ja einige Strecken zu lernen. Argentinien war ganz klar unter den Lieblingspisten. Austin war etwas schwer für uns, aber das war ja auch erst das zweite Rennen.

Wie bist du bei den ersten Testfahrten für 2016 mit den neuen Michelin-Reifen zurechtgekommen? Glaubst du, dass du auf einem dir neuen Motorrad einen Vorteil gegenüber anderen Fahrern hast, die auf dem gleichen Bike bleiben, da du keinen Vergleich hast?

Mit den vier Testtagen, die wir hatten, bin ich echt zufrieden. Ich hatte mit den Michelin-Reifen sofort ein gutes Gefühl. Sie fordern einen anderen Fahrstil, so viel ist sicher, aber mir gefällt, wie meine Ducati und die Michelin-Reifen harmonieren. Nächstes Jahr wird es sicher ganz eng zugehen.

Wie lauten deine Ziele für 2016?

Mit den neuen Regeln bei der Elektronik und den neuen Reifen ist unser Ziel, es in die Top-10 zu schaffen. Das ist wieder eine große Herausforderung, aber ich denke, dass wir das schaffen können.

Du hast dieses Jahr den Hashtag #NotTooTall oft benutzt. In Valencia hattest du aber ein paar Probleme, auf die Ducati zu passen. Konnten das Team und Ducati das für Jerez lösen? Und wie?

Ich bin #nottootall (nicht zu groß), da war ich mir schon immer sicher. Aber es ist logisch, dass wir beim ersten Mal auf dem Motorrad mehr Anpassungen brauchen, als andere Fahrer. Ich bin größer und die Motorräder werden für kleinere Fahrer gebaut, aber in Jerez haben wir ein paar Dinge gemacht, damit ich mich wohler auf dem Bike fühle. In Sepang bekommen wir einen anderen Sitz, um auf den Geraden etwas aerodynamischer zu sein.

Fans konnten dem Franzosen auf Twitter auch Fragen stellen:
 
 
 

@MelanieLeveau93 Warum die Startnummer 76?

Bevor ich in die WSBK kam, hatte ich immer die 65 (Ich bin Fan von Loris Capirossi), aber die war dort schon vergeben. Daher habe ich die 6 behalten und die 7 davor gesetzt, das war eine gute Nummer für mich.

@_raceyourlife93 Hast du ein Ritual, bevor du in ein Rennen startest?

Eigentlich nicht so sehr... Vor einem Rennen stehe ich extrem unter Stress. Ich bereite mich im Motorhome vor, höre etwas Musik und scherze mit meinen Kumpels. Dann, wenn ich in die Box komme, ist mein Kopf schon auf dem Motorrad. Ich versuche, an all das zu denken, was mich schnell macht.

@harvster27 Welche ist deine Lieblingsstrecke?

Ganz sicher Phillip Island. Das ist für mich die beste Strecke auf der Welt und auch landschaftlich schön. Ich mag auch Mugello, Silverstone, Portimão und viele andere, gerade die, mit schnellen Kurven.

@Rimabakti Wie sehen deine Chancen im nächsten Jahr aus?

Ich denke, dass wir gute Chancen haben, unser Ziel zu erreichen, das sind die Top-10 Wir haben in Valencia gesehen, dass die Ducati 14.2 mit den Michelin-Reifen ziemlich gut funktioniert. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber ich denke, dass wir das schaffen können.

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