Hervé Poncharal: «Wahrscheinlich Rossis beste Saison»

Von Frank Aday
MotoGP

Valentino Rossi hat 2015 zwar den MotoGP-Titel im letzten Rennen verloren, aber es war vielleicht die beste Saison in seiner 20-jährigen Karriere, meint Tech3-Teamchef Hervé Poncharal.

Hervé Poncharal ist der Überzeugung, dass beide Movistar-Yamaha-Piloten 2015 den Titel verdient hatten. Jorge Lorenzo krönte sich in Valencia zum Weltmeister, Valentino Rossi lag fünf Punkte dahinter. Rossi war der konstantere unter den beiden Yamaha-Stars, doch Jorge Lorenzo gewann mehr Rennen als der Altmeister.

«Yamaha machte einen unglaublichen Job. Sie haben die Weltmeisterschaft in einer Art dominiert, wie es schon seit vielen Jahren nicht mehr geschah. Jeder dachte, dass es schwierig für Yamaha wird. Katar war die eine Sache, als Marc Márquez sein Problem in der ersten Runde hatte, aber dann lag Yamaha Rennen für Rennen vorne.»

Sechs der ersten sieben Rennen wurden von den Yamaha-Piloten Rossi und Lorenzo gewonnen. Zusammen eroberten sie elf Siege in 18 Rennen, was den Fahrer-, Team- und Konstrukteurstitel für Yamaha bedeutete. Der 28-jährige Lorenzo holte die meisten Siege: 7. Rossi stand 15 Mal auf dem Podest und punktete in jedem Rennen.

«Jorge war ganz klar der Schnellste. Doch der Schnellste gewinnt nicht immer, fast hätte er den Titel verloren. Als Weltmeister muss man mit allem umgehen können. Man muss für eine Runde und über eine gesamte Renndistanz schnell sein, was er auch war. Doch auch der Umgang mit dem Druck und externen Faktoren wie dem Wetter ist wichtig», weiß Poncharal.

«Vielleicht war das sein Schwachpunkt, aber in Sachen Speed, wenn man sich seine Führungsrunden, die Pole-Positions, die schnellsten Rennrunden und die Art, wie er diese vier Rennen in Folge gewann, ansieht... Ich erinnere mich auch an den Sieg in Brünn, wow. Daher hat er aus meiner Sicht den Titel verdient», erklärte der Franzose gegenüber «crash.net».

«Doch Vale hat etwas wirklich großartiges geschafft. Er ist 36. Márquez, Lorenzo und manchmal auch Pedrosa und Iannone zu folgen, die zehn oder 15 Jahre jünger sind, ist unglaublich. Ich bin fast 60. Ich weiß, wie ich mit 20 Jahren war und dann zwischen 30 und 35. Ich kenne den Unterschied. In diesem Alter die Chance zu haben, bis zum letzten Rennen um den Titel zu kämpfen... Wo nimmt er nur die Motivation für die Arbeit und das Risiko her? Ich weiß es nicht. Das war wahrscheinlich die beste Saison, die Vale je gezeigt hat, obwohl er den Titel nicht holen konnte.»

«Nach seinem Beinbruch in Mugello 2010 und den harten Ducati-Jahren dachten alle, als dann auch noch Jorge und Márquez kamen, dass Vale vielleicht der Größte ist, aber seine Zeit vorbei ist. Was er in diesem Jahr geschafft hat, ist großartig. Jorge hat den Titel verdient, aber für mich waren sie fast gleichauf. Beide hätten den Titel verdient. Vale kann stolz sein, was er in diesem Jahr geleistet hat», meint Poncharal.

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