Stefan Bradl (Warm-up 21.): «Es wird eine enge Kiste»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl

Stefan Bradl

Stefan Bradl musste im Warm-up von Jerez mit dem letzten Platz vorliebnehmen. Er fuhr mit stark gebrauchten Reifen los und vertraut für die 27 Rennrunden auf seine gute Pace.

Im MotoGP-Warn-Up von Jerez, das wegen des Frühnebels erst um 10.15 Uhr statt um 9.40 Uhr begann, mischte Stefan Bradl anfangs gut mit.

Nach sieben der 20 Minuten hielt er sich an elfter Position mit 1:42,129 min, Bautista lag mit 1:42,647 min zu diesem Zeitpunkt an 15. Position.

Doch in den restlichen Runden schaffte Bradl nur eine Zeit von 1:41,604 min, das reichte nur für den 21. und letzten Platz.

Aprilia-Teamkollege Alvaró Bautista gelang mit 1:41,322 min immerhin die 17. Zeit. Damit war er 0,282 sec schneller unterwegs als Bradl.

«Wir wollten uns auf das Rennen vorbereiten, deshalb haben wir im Warm-up hinten erstens gleich einen harten Reifen genommen, zweitens einen, der schon eine halbe Renndistanz vom Samstag hinter sich hatte», schilderte Bradl. «Vorne habe ich auch einen harten Reifen genommen, der vom Qualifying schon zehn Runden hinter sich hatte. Das waren also schon ziemlich alte Socken, noch dazu die harten Mischungen. Platz 21 im Warm-up, das schaut auf dem Papier natürlich schlechter aus, als es in Wirklichkeit ist. Denn unsere Konstanz ist nicht so schlecht.»

«Uns fehlten im Warm-up einfach zwei, drei Zehntel pro Runde, aber das ist auf die alten Reifen zurückzuführen», ergänzte Bradl. «Bautista hat hinten einen weichen Reifen drauf gehabt und dazu hatte er den Reifen vom Qualifying drin, mit dem er in einem Run vielleicht vier oder fünf Runden zurückgelegt hat. Sein Hinterreifen hatte also acht Runden weniger hinter sich als meiner, ausserdem war es der weiche. Ich bin deshalb nicht allzu stark beunruhigt. Natürlich hätte ich mir für das Warm-up eine andere Platzierung vorgestellt. Aber wir haben beim hinteren Federbein noch einmal einen grossen Schritt probiert. Das hat etwas mehr Grip gebracht, aber der negative Punkt ist, dass wir damit mehr Bewegung ins Fahrwerk bekamen beim Rausfahren aus den Kurven und beim Beschleunigen. Wir werden wahrscheinlich fürs Rennen auf das alte Set-up zurückgehen.»

Bradl weiter: «Ich habe gewusst, dass wir mit den alten Reifen im Warm-up keine dicken Bäume ausreissen werden. Dazu wissen wir jetzt, dass sich das Federbein-Set-up nicht bewährt hat. Einige Fahrer, die jetzt von den Zeiten her in meinem Umfeld sind, haben alle die gleiche Pace fürs Rennen. Ich denke, dass sehr viel auf die Reifenwahl ankommen wird. Ich fahre hinten und vorne hart. Dann wird sich viel im letzten Renndrittel entscheiden. Da wird sich herausstellen, wer mit den Reifen am besten umgegangen ist. Das wird eine enge Kiste.»

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