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1,6 sec hinter Philipp Öttl: Domi Aegerter bereitet das keine Kopfschmerzen

Mit nur zwei Stunden trockener Strecke konnte Kawasaki-Neuling Dominique Aegerter bei den Testfahrten auf dem Circuito de Jerez nicht viel erproben. Noch hat der Schweizer beträchtlichen Rückstand.

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Kawasaki hat sein Engagement in der Supersport-Klasse für 2026 verdoppelt, Jeremy Alcoba bekam mit Dominique Aegerter einen zweifachen Weltmeister als Teamkollege. Nach Kenan Sofuoglu 2016 soll endlich wieder der WM-Titel in der mittleren Hubraumkategorie her.

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Ende November fuhr Aegerter erstmals mit der ZX-6R 636, beim zweiten Test am 21./22. Januar hatte er in Jerez lediglich zwei Stunden auf trockener Piste. Philipp Öttl aus dem Ducati-Team Feel Racing sorgte mit 1:42,931 min für die Bestzeit, Alcoba verlor 0,6 sec auf den Bayern – Aegerter noch eine Sekunde mehr.

Vor dem Test im November konnte Aegerter sechs Wochen lang nicht Motorradfahren, weil er sich von einer Operation an der rechten Mittelhand erholte. In der folgenden Winterpause fuhr er auch nicht («kein Motorrad, niemand wollte helfen») und nutzte den verregneten Mittwoch, um auf dem Bike wieder locker zu werden.

Domi Aegerter: «Das ist nicht so einfach»

«Das Team hat viel gearbeitet, es hat sich sehr viel verbessert, es gibt aber noch diverse Kleinigkeiten, die wir für Australien ändern müssen», erklärte der Rohrbacher im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com in Spanien. «Wir arbeiten beispielsweise am Windschild oder der aggressiven Gasannahme. Letztlich sind wir noch am Schauen für das Basis-Setup. Das ist nicht so einfach, wenn du einerseits Dinge testen willst und andererseits die Strecke mal nass oder nur halb trocken ist.»

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Seinen aktuellen Rückstand bezeichnet Aegerter als «nicht verrückt» und betont, dass ihm das keine Kopfschmerzen bereite. Er sagte aber auch: «Klar, wir sind nicht dort, wo wir sein wollen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Alcoba eine Sekunde schneller und Öttl 1,6 sec. Bei diesen schwierigen Bedingungen musste man aber auch etwas Risiko eingehen, um auf eine bessere Zeit zu kommen, es gab einige Stürze. Wir wollen das Motorrad verbessern und sind am Arbeiten, deshalb riskierte ich mit den nassen Flecken auf der Strecke nichts.»

Kawasaki arbeitet im Hintergrund

Für den 27-fachen Laufsieger ist schwer zu beurteilen, wie viel Kawasaki im Hintergrund arbeitet. Gewisse Vorzüge eines Werksteams sind aber offensichtlich: «Zum Beispiel der Test im Windkanal war super, den haben sie gleich organisiert. In der kurzen Zeit seit dem November-Test haben sie auch ordentlich Gas gegeben und Sachen geändert, die ich mir wünschte. Oder auch Arbeitsweisen angepasst.»

Bis auf Honda mit einem traditionellen 600-ccm-Vierzylindermotor setzen inzwischen alle anderen Hersteller in der Supersport-Kategorie Maschinen mit mehr Hubraum ein. Kawasaki ist mit der 636 noch nahe am Urkonzept dran. Glaubt Aegerter, dass er damit um Siege kämpfen kann? «Früher konnte ich das ja auch», grinste der 35-Jährige. «Alcoba war letztes Jahr auch schnell und hat in zwei Rennen um den Sieg gekämpft.»

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