Bradley Smith: «Clevere Vorgehensweise von KTM»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Bradley Smith wird 2017 KTM-Werkspilot

Bradley Smith wird 2017 KTM-Werkspilot

Für das neue MotoGP-Projekt engagierte KTM zahlreiche Testfahrer wie Mika Kallio oder Tom Lüthi. SPEEDWEEK.com sprach mit Bradley Smith über den Nutzen dieser Strategie.

Viele Köche verderben den Brei? Dieser Meinung ist man bei KTM nicht. Die Österreicher treiben ihr ambitioniertes MotoGP-Projekt mit vier Testfahrern voran: Mika Kallio, Randy de Puniet, Karel Abraham und Tom Lüthi.

Bradley Smith, der 2017 und 2018 gemeinsam mit Pol Espargaró die Fahrerpaarung des KTM-Werksteams bilden wird, nahm sich einen kurzen Moment Zeit, bevor er die Frage nach den Auswirkungen dieser Strategie beantwortete. «Ich denke, Mika ist ein sehr guter Testfahrer. Er hat ein gutes Gefühl für Bikes und hat viel Erfahrung mit unterschiedlichen Motorrädern, daher ist er ein guter Fahrer für diese Aufgabe. Randy hat auch viel Erfahrung durch seinen früheren Job als Testfahrer für Suzuki. Auch er bietet KTM eine gute Möglichkeit, die richtige Balance zu finden. Auch Karel ist kein schlechter Fahrer. Wir wissen, dass er bis vor Kurzem eine MotoGP-Maschine fuhr. Daher sollte er ein Verständnis dafür haben, wie sich eine solche Maschine anfühlen muss. Gut, er fuhr die Open-Honda, die nicht zwar nicht richtig konkurrenzfähig war, aber auch nicht schrecklich. Diese Erfahrung kann er einbringen.»

Tom Lüthi durfte vor dem Assen-GP in Mugello seinen ersten vollwertigen MotoGP-Test absolvieren. Er war von der KTM RC16 begeistert, Vergleichswerte hat er jedoch keine. Das einzige Mal, dass Lüthi zuvor eine MotoGP-Maschine pilotiert hatte, war nach seinem 125-ccm-Titelgewinn 2005, als er für ein paar Runden die MotoGP-Honda fahren durfte. Welchen Mehrwert hat er für KTM? «Ein Typ wie Tom aus der Moto2-Klasse kann durch seinen anderen Fahrstil vielleicht nicht so viele Informationen liefern, die für die Entwicklung relevant sind, aber er wäre für die Zukunft sicher ein fantastischer Testfahrer. Sie wollen ein paar Dinge ausprobieren. Das geht nur mit unterschiedlichen Fahrern, die unterschiedliche Fahrstile, Größen und Erfahrungsstände bieten. So kann man besser erkennen, ob sich ein gewisses Gesamtbild formt», ist der 25-Jährige aus Oxford überzeugt.

«Ich denke, das ist eine sehr clevere Vorgehensweise», lobt Smith. «Denn wenn man nur einen Testfahrer hat, dann folgt man nur seinen Präferenzen. Für mich und Pol ist es wichtig, dass das Fenster, in dem das Bike sich schnell bewegen lässt, möglichst groß ist. Dann können wir an diesem Punkt ansetzen.»

Wird es für KTM schwierig, ein Bike zu entwickeln, das für dich und Pol geeignet ist? «Nein, das denke ich nicht, denn bei den Acht Stunden von Suzuka fuhren wir im letzten Jahr mit derselben Maschine und legten fast genau dieselben Rundenzeiten vor. Und wir haben gewonnen. Um ehrlich zu sein, wird es nicht schlecht sein zu wissen, wie sein Setting aussieht. Das ist schon bei Yamaha so. Unsere Settings unterscheiden sich natürlich etwas, aber sie sind nicht von unterschiedlichen Planeten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das negativ auswirkt», versicherte Smith.

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