Aleix Espargaró: Noch immer große Sicherheitsbedenken

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Aleix Espargaró beim Test auf dem Red Bull Ring

Aleix Espargaró beim Test auf dem Red Bull Ring

«Wir müssen beten, dass es nicht regnet, denn dann wird es noch gefährlicher», warnte Suzuki-Pilot Aleix Espargaró auch nach dem Umbau der Zielkurve auf dem Red Bull Ring.

Aleix Espargaró konnte in den letzten drei Rennen vor der Sommerpause nur zwei Punkte sichern. «Wir müssen uns stark verbessern. Natürlich bin ich sehr enttäuscht über die erste Saisonhälfte», räumte der Spanier ein. «Ich befand mich nicht auf dem Level, das ich erwartet hatte. Die Michelin-Reifen bereiten mir große Probleme. Vor allem der Vorderreifen vermittelt mir überhaupt kein Gefühl, das hatte viele Stürze zur Folge. In den letzten Rennen war es aber ein bisschen besser, daher hoffe ich, dass ich ab dem Österreich-GP in jedem Rennen unter den Top-6 oder Top-7 dabei bin.»

Seine besten beiden Ergebnisse in der ersten Saisonhälfte waren zwei fünfte Plätze in Austin und Jerez. Der Spanier musste sich auf dem elften Gesamtrang in die Sommerpause verabschieden, während sein Suzuki-Teamkollege Maverick Viñales den fünften Platz in der WM-Tabelle belegt.

Vor dem Beginn des Rennwochenendes wurde die Zielkurve des Red Bull Rings um etwa zwei Meter verschmälert. Dadurch soll sich der Speed bei der Kurvenausfahrt verringern, die Linie ändert sich, die Fahrer kommen enger raus. So soll die Sicherheit erhöht werden. «Nein, ich habe die Änderungen noch nicht gesehen, das werde ich mir noch anschauen. Doch ich weiß ziemlich genau, was gemacht wurde, denn wir haben das beim letzten Grand Prix besprochen und auch beim Test kamen die Verantwortlichen zu uns und erklärten die Änderungen. Für mich ist das nicht die einzige Kurve... Doch es ist immerhin etwas. Die Kurve wird durch die Änderungen langsamer sein, aber manchmal ist eine engere Kurve riskanter. Doch in diesem Fall denke ich schon, dass es so ein bisschen sicherer ist.»

Welche Kurven sind für dich die gefährlichsten? «Kurve 1 und 3, aber auch die Kurven 4 und 5 bergab. Die Mauern sind zu nah, einfach zu nah. Wir müssen beten, dass es nicht regnet, denn dann wird es noch gefährlicher. Am Freitag haben wir zwei Trainings, dann trifft sich die Safety Commission, um zusammen zu besprechen, wie die Strecke für das nächste Jahr verbessert werden kann. Die gute Sache ist, dass wir an den gefährlichen Stellen Platz haben, um die Mauern zu versetzen. Wir werden es am Freitag nochmal versuchen und dann darüber in der Safety Commission diskutieren.»

Für die Suzuki-Piloten könnte das Rennwochenende in Spielberg durch die beiden langen Geraden und die Stop-and-Go-Charakteristik der Strecke mühsam werden. «Ja, es sieht nach einem Ducati-Wochenende aus, die Motorkraft ist hier sehr wichtig. Wir haben hier neue Dinge, um die Beschleunigung zu verbessern. Das betrifft die Aerodynamik, wir wollen mehr Beschleunigung und weniger Wheelies. Am Freitagmorgen werden wir diese Komponenten testen, um zu sehen, ob sie eine Verbesserung bringen. Doch es ist eine sehr spezielle Strecke, auf der die Power der Maschine sehr wichtig ist. Wir hatten einen guten Test, mit dem gefundenen Setting war ich zufrieden. An den Yamaha-Werkspiloten waren wir sehr dicht dran. Es wird aber sehr schwierig, mit den Ducati-Piloten mitzuhalten.»

Red Bull Ring-Test, 20. Juli, 18 Uhr

1. Iannone, Ducati, 1:23,240
2. Dovizioso, Ducati, 1:23,680
3. Stoner, Ducati, 1:23,865
4. Barberá, Ducati, 1:24,091
5. Rossi, Yamaha, 1:24,169
6. Lorenzo, Yamaha, 1:24,194
7. Viñales, Suzuki, 1:24,208
8. Aleix Espargaró, Suzuki, 1:24,335
9. Redding, Ducati, 1:24,375
10. Hernandez, Ducati, 1:24,396
11. Crutchlow, Honda, 1:24,455
12. Laverty, Ducati, 1:24,497
13. Miller, Honda,1:24,555
14. Petrucci, Ducati, 1:24,602
15. Rabat, Honda, 1:24,670
16. Pirro, Ducati, 1:25,139
17. Kallio, KTM, 1:25,191
18. Lüthi, KTM, 1:25,705
19. Baz, Ducati, 1:26,453

RED BULL RING-TEST – 19. Juli, 18 Uhr

1. Andrea DOVIZIOSO, Ducati, 1’23.764
2. Andrea IANNONE, Ducati, 1’24.347
3. Scott REDDING, Ducati, 1’24.461
4. Casey STONER, Ducati , 1’24.502
5. Maverick VIÑALES, Suzuki, 1’24.595
6. Hector BARBERA, Ducati, 1’24.649
7. Eugene LAVERTY, Ducati, 1’24.751
8. Danilo PETRUCCI, Ducati, 1’24.992
9. Valentino ROSSI, Yamaha, 1’25.054
10. Aleix ESPARGARÓ, Suzuki , 1’25.099
11. Yonny HERNANDEZ, Ducati, 1’25.171
12. Jorge LORENZO, Yamaha, 1’25.175
13. Jack MILLER, Honda, 1’25.345
14. Cal CRUTCHLOW, Honda, 1’25.438
15. Loris BAZ, Ducati, 1’25.994
16. Mika KALLIO, KTM, 1’26.056
17. Tito RABAT, Honda, 1’26.195
18. Tom LÜTHI, KTM, 1’26.405

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