Alex Debon: Flughafen als Sponsor
Von Oliver Feldtweg
© Weisse
Alex Debon auf der Blusens-Aprilia.
Der 32-jährige Alex Debon wurde erst in den ersten März-Tagen 2009 aus der drohenden Arbeitslosigkeit gerettet, obwohl er 2008 auf der Werks-Aprilia RSA 250 des Teams Lotus von Dani Amatriain die Grands Prix in Le Mans und Brünn gewonnen und die WM als Gesamtvierter beendet hatte.
Debon war im Herbst als Anwärter für die dritte MotoGP-Kawasaki im Team von Jorge Martinez im Gespräch, auch 250er-Angebote gab es. Aber schliesslich stand der Name Debon im Januar noch immer nicht auf der provisorischen Teilnehmerliste für 2009.
Erst in letzter Minute nahm ihn Raul Romero, der Besitzer des BQR-Blusens-Teams, in seinen umfangreichen Rennstall auf, der eigentlich in der WM nur die 125er-Fahrer Scott Redding und Esteve Rabat einsetzen wollte. Statt einer Teilnahme an der 250er-WM entwickelt BQR-Blusens mit Dani Rivas unterdessen ein Moto2-Motorrad mit Honda-600-Motor für die spanische Meisterschaft.
Debon brachte einen zahlungskräftigen Sponsor mit, nämlich Aeroport Castello, einen aufstrebenden Flughafen in der Nähe von Valencia.
Debon büsste beim Portugal-Test Mitte März nur 0,7 sec auf die Bestzeit seines Landsmann Héctor Barbera ein. «Da unser Motorrad erst in letzter Minute geliefert wurde, bin ich zufrieden gewesen. Für den Jerez-Test, der noch bis Freitag dauert, erwarte ich eine klare Steigerung», erkärte Alex Debon.