Bridgestone: Sorry, Dani!

Von Markus Lehner
MotoGP 800 ccm
Pedrosas Reifen in Motegi: Bisher ein Einzelfall

Pedrosas Reifen in Motegi: Bisher ein Einzelfall

Tohru Ubukata, Bridgestone-Motorsportmanager, erzählt von unterschiedlichen Fahrstilen und entschuldigt sich bei Dani Pedrosa.

In Motegi hat es sehr oft und stark geregnet. Wie hat sich der Soft-Regenreifen, der den Fahrern als einzige Variante zur Verfügung stand, verhalten?
 
Tohru Ubukata: «Es gab nicht nur sehr viel Regen, sondern es war auch sehr kalt am Samstag und am Sonntagmorgen. Die Wahl für den weichen Compound war deshalb sicher richtig, damit der Reifen genügend Temperatur aufbauen konnte. Mit dem Resultat waren wir und wohl auch die Fahrer zufrieden. Wegen des starken Regens stellte sich die Frage nach anderen Mischungen nicht.

Das Rennen war dann aber trocken.
 
Ja. Der Medium-Slickreifen, den fast alle wählten, hielt bis zum Schluss durch. Die Spitzenpiloten drehten ihre schnellsten Runden in der zweiten Rennhälfte. Mika Kallio und James Toseland benutzten weiche Mischungen, beide kamen in die Top-Ten. Und das bei einer Asphalttemperatur von immerhin 35 Grad. Das stimmt mich sehr zuversichtlich.

Aber der Vorderreifen bei Dani Pedrosas Honda war zerstört.
Ja. Die Probleme beim zerstörten Medium-Vorderradreifen bei Dani Pedrosa müssen wir in unserem Labor in Tokyo untersuchen. Es ist nur bei diesem Reifen aufgetreten, kein anderer Fahrer hat bisher bei den Tests oder in Katar Ähnliches beklagt. Wir entschuldigen uns in diesem Sinn bei Dani Pedrosa und dem Repsol Honda-Team. Wir sind gleichzeitig erleichtert, dass der Reifen trotzdem bis ins Ziel durchhielt und Dani aufs Podium steigen konnte.

Wie wirkt sich der Fahrstil auf die Reifenwahl aus?
 
Aus meiner Sicht gibt es zwei Hauptrichtungen. Die einen konzentrieren sich auf einen hohen Kurveneingangsspeed, die anderen wollen möglichst schnell aus der Kurve herauskommen. Die erste Gruppe bevorzugt meistens einen härteren Vorderreifen, die zweite wählt vorne weich und hinten hart. Die beiden Fahrstile belasten die Reifen sehr unterschiedlich, wie unsere Analysen zeigen. Nicht vergessen darf man auch das Fahrergewicht und die Balance des Motorrades. Das Setup ist entscheidend. Wir werden diese Saison noch oft sehen, dass eine unterschiedliche Reifenwahl Spannung in die Rennen bringen wird.

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