1000er-Serienmotoren: Gemischte Reaktionen

Von Michael Scott
800er-Yamaha M1-Motor: Im Leasing für Private?

800er-Yamaha M1-Motor: Im Leasing für Private?

Ähnlich dem Reglement der neuen Moto2-Klasse sollen MotoGP-Privatteams mit von 1000er-Serienmotoren abgeleiteten Prototypen das Feld auffüllen.

Der Plan von GP-Promotor Dorna, für die MotoGP-Klasse eine Art «B-Motoren» mit 1000 ccm Hubraum für Privatteams einzuführen, um das dürftige Feld aufzufüllen, wurde mit gemischten, aber vorwiegend zustimmenden Reaktionen aufgenommen.

Valentino Rossi war einer der ersten, der Stellung nahm. «Wir brauchen im Minimum 20 Motorräder am Start», sagte der achtfache Weltmeister. «Noch besser wären 25 oder 26 Bikes. Deshalb könnte die Idee Zukunft haben. Wenn Leistung und Performance der 1000er-Motoren gleich gut sind wie bei unseren 800er-Triebwerken – warum nicht?»

Als Rossi hörte, dass die Dorna die 1000er so weit zähmen will, dass mit ihnen unter normalen Bedingungen keine Siege möglich wären, wurde der WM-Leader skeptischer. «In der Realität ist schon heute ein Sieg nur mit einer echten Werks-800er möglich», gab Rossi zu bedenken. «Meiner Meinung nach wäre es für die Weltmeisterschaft besser, wenn diese Motorräder auf demselben Niveau wären. Für mich wären die 1000-er eine Art Superbikes auf Bridgestone-Reifen.»

Dass gleich sämtliche MotoGP-Fahrer auf diesen 1000ern an den Start gehen und die giftigen 800er-Motoren ins Museum gestellt würden, ist laut Rossi kaum eine Option. «Für die Hersteller würde die Weltmeisterschaft weniger interessant», betonte Rossi.

Die privaten Teambesitzer sind grundsätzlich an der Idee interessiert, weil sie wesentliche Kosteneinsparungen bringen könnte. Lucio Cecchinello (LCR Racing, Honda, Fahrer Randy de Puniet) ist aber skeptisch: «Natürlich könnte man mit einem solchen Motorrad viel Geld sparen. Aber ich sehe grosse Probleme, Sponsoren zu finden, wenn mein Fahrer von Anfang keine Chance auf den Sieg hat.»

IRTA-Präsident Hervé Poncharal (Monster Yamaha Tech3) ist zwar nicht grundsätzlich gegen die Idee, will aber lieber als Satellitenteam mit 800ern Werksmotorrädern weitermachen.

Als Alternative zu den 1000er-Triebwerken hat die Hersteller-Vereinigung MSMA eine weitere Idee aufs Parkett gebracht: Statt ganzer Motorräder sollen in Zukunft nur noch die (800er-)Motoren an die Teams verleast und in frei wählbare Chassis eingebaut werden.

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