Bautista: «Capirossi wäre ein Bonus»

Von Markus Lehner
MotoGP 800 ccm
Bautista: «Pro und Contra genau abgewogen»

Bautista: «Pro und Contra genau abgewogen»

Freude bei Suzuki, Enttäuschung bei Jorge Martinez: Alvaro Bautista wird 2010 keine Martinez-Ducati, sondern eine Werks-Suzuki steuern.

Am Sonntagabend nach dem Brünn-GP gab Suzuki die Verpflichtung des Spaniers [*Person 759 Alvaro Bautista*] für die MotoGP-Saison 2010 bekannt. Damit fanden die monatelangen Spekulationen über die Zukunft des talentierten Spaniers ein Ende.

Angesichts seiner Erfolge (16 GP-Siege, 43 Podestplätze, 125er-Weltmeister 2006) und seines unbestrittenen Talents konnte der 24 Jahre alte Bautista aus mehreren Optionen auswählen. Die meisten glaubten, der Spanier würde gemeinsam mit seinem jetzigen Teamchef Jorge Martinez und Ducati den Schritt in die oberste Etage machen. Doch Bautista entschied sich für ein etabliertes Team und damit für [*Team 20 Rizla Suzuki*].

«Am Ende waren nur noch diese beiden Möglichkeiten im Spiel», sagte Bautista. «Ich wollte zuerst noch einige Details über Jorges Ducati-Projekt wissen, bevor ich eine endgültige Entscheidung traf. Denn die momentane Stimmung in meinem 250er-Team könnte nicht besser sein. Zwischen Brünn und Donington habe ich Pro und Contra beider Varianten genau abgewogen. Es war keine einfache Entscheidung. Den Ausschlag gab, dass ich bei Suzuki in einem richtigen Werksteam fahre. Das entspricht meinen Vorstellungen von meiner sportlichen Zukunft.»

Bautista will sich nicht über seine Ziele für kommendes Jahr äussern. «Das ist jetzt unwichtig. Noch läuft die 250er-Saison, meine Titelchancen sind intakt. Darauf muss und will ich mich jetzt konzentrieren. Ich weiss, dass 2010 alles neu sein. Ich werde erstmals in einem hauptsächlich aus Engländern bestehenden Team fahren. Bisher war ich an ein spanisches oder italienisches Umfeld gewohnt. Dieser Wechsel wird genau so gross sein wie die Unterschiede bei den Motorrädern. Da kommt im Vorfeld der Saison sehr viel Arbeit auf mich zu. Sollte Loris Capirossi mein Teamkollege sein, wäre das ein grosser Bonus für mich. Er ist Italiener, mit einem ähnlichen Charakter wie ich. Er hat unendlich viel Erfahrung und ist zudem ein netter Kerl.»

Bautista gibt zu, dass einige seiner jetzigen Teammitglieder seine Entscheidung nicht nachvollziehen können. «Sie verstehen es vielleicht, sind aber trotzdem nicht damit einverstanden. Jorge Martinez wollte mich als seinen MotoGP-Fahrer haben. Nach vier gemeinsamen und erfolgreichen Jahren in der 125er- und der 250er-Klasse ist es sicher schade, dass wir nicht auch das MotoGP-Abenteuer zusammen in Angriff nehmen. Aber aus professioneller Hinsicht ist meine Entscheidung korrekt.»

Der Spanier ergänzt: «Jorge ist eine aussergewöhnliche Person, sein Team arbeitet extrem zielorientiert. Deshalb haben sie meinen Entschluss akzeptiert. Jorge hat ganz einfach zu mir gesagt: Das wird im nächsten Jahr so sein. Aber wir haben dieses Jahr noch eine Menge Arbeit vor uns!»

Suzuki-Teamboss Paul Denning gibt sich vorsichtig: «Natürlich sind wir sehr glücklich über die Verpflichtung Alvaros. Aber er ist noch bei Herrn Martinez unter Vertrag. Deshalb werden wir so wenig wie möglich über unsere Pläne sagen. Alvaro muss sich jetzt darauf konzentrieren können, den 250er-WM-Titel zu holen.»

Statt mit Bautista wird Martinez nun mit Héctor Barbera – der Spanier ist zur Zeit WM-Vierter der 250er-WM – in die MotoGP-Klasse einsteigen.

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