Gabor Talmacsi: Turbulente Saison 2009

Von Michael Scott
MotoGP 800 ccm
Gabor Talmacsi

Gabor Talmacsi

Gabor Talmacsi fuhr in diesem Jahr schon drei vierschiedene Motorräder: 250 ccm, MotoGP und zuletzt Moto2. Aber seine Zukunft scheint ungewiss.

Der Ungar Gabor Talmacsi gewann die 125er-WM 2007 und beendete sie 2008 als Dritter. Dann wechselte er für 2009 hoffnungsfroh in die Viertelliter-WM – im Team Balatonring, das zwar von Jorge Martinez betrieben, aber von einigen mysteriösen ungarischen Geschäftsleuten finanziert wurde.

Talmacsi beendete zwar bereits den zweiten Grand Prix an vierter Stelle, aber offenbar fehlte es im Team an Finanzkraft; jedenfalls wurde die vereinbarte Ersatzmaschine nie geliefert. Ausserdem gab es Unstimmigkeiten darüber, wer über die Werbe- und Persönlichkeitsrechte an Talmacsi in Ungarn verfüge.

Vor dem Le-Mans-GP kam es zu grossen Krach. Martinez und Talmacsi trennten sich. Drei Rennen später sass «Talma» dank Sponsorgeld der ungarischen Minerölfirma MOL auf der Scot-Honda RC212V und mischte als erster Ungar in der Königsklasse mit.

Aber ohne Testfahrten wurde aus Talmacsi über Nacht ein hoffnungsloser Nachzügler. «Wir fanden lange kein brauchbares Set-up. Ausserdem musste ich einsehen, dass in der MotoGP-Klasse wirklich jeder sehr, sehr schnell fährt», erklärte Talmacsi.

Da Sponsor MOL mit den Ergebnis unzufrieden war, kam eine weitere kostspielige MotoGP-Saison nicht in Betracht. Talmacsi und sein langjähriger Manager Stefano Favaro entschieden sich deshalb für einen Schritt zurück und unterschrieben für das Moto2-Team des bisherigen Gilera-Teammanagers Luca Boscoscuro. Doch vor drei Wochen erfolgte die nächste Hiobsbotschaft: Aprilia zog sich als Moto2-Chassis-Lieferant zwei Wochen vor dem ersten grossen Test in Valencia zurück.

Deshalb sprangen bei Speedup-Teamchef Boscoscuro die ersten Geldgeber ab. Talmacsi testete in Valencia eine FTR, aber bisher wurde kein neuer Fahrwerkslieferant bestimmt.

Wie Gabor Talmacsi über die Saison 2009 denkt, welche Lehren er gezogen hat, warum er nebenbei Autorennen bestreitet und warum er in Ungarn so populär ist, erzählt der Ex-Weltmeister im grossen Interview in SPEEDWEEK 1/2010 – von 22. Dezember bis 4. Januar für 2 Euro am Kiosk.
 

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