Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

MX2-Duell Jacobi vs. Kjer-Olsen: «Das kommt vor»

Von Johannes Orasche
Am Ende standen Henry Jacobi (2.) und Thomas Kjer-Olsen (1.) neben Tom Vialle auf dem Podest

Am Ende standen Henry Jacobi (2.) und Thomas Kjer-Olsen (1.) neben Tom Vialle auf dem Podest

Der deutsche MX2-Senkrechtstarter Henry Jacobi (Kawasaki) bezieht klare Meinung zum harten Schlagabtausch mit dem neuen WM-Leader Thomas Kjer-Olsen (Husqvarna) am Samstag in Matterley Basin.

MX2-Pilot Henry Jacobi sicherte sich in Matterley Basin das zweite GP-Podium seiner Karriere nach Arco im April 2018. Der F&H-Kawasaki-Fahrer fuhr in beiden Rennen mit viel Selbstvertrauen und kam dem dänischen Husqvarna-Piloten Thomas Kjer Olsen im ersten Lauf im Finish noch sehr nahe. Im zweiten Rennen schnappte sich Jacobi in der Endphase P2 vom neuen französischen Jungstar Tom Vialle (Red Bull KTM), Sohn von Ex-GP-Pilot Fred Vialle.

Am Ende stand der Thüringer aus Bad Sulza mit der Startnummer 29 beim britischen Grand Prix als Tages-Zweiter auf dem Podium – in der WM-Tabelle belegt er nun ebenfalls sensationell P2. «Es war ein langer Weg bis hierher. Aber wir sind jetzt da und wollen auch hier bleiben», kündigte der 22-Jährige selbstbewusst an. «Wir haben über den Winter tolle Arbeit gemacht. Ich möchte mich bei F&H-Racing, meinem Coach Marc de Reuver hier vor Ort und bei Christoph zu Hause bedanken. Ich kann ihnen nicht genug danken.»

Viel aufregender war aber eigentlich das enge und ungestüme Duell zwischen Jacobi und dem neuen WM-Leader Thomas Kjer-Olsen bereits am Samstagnachmittag im Quali-Rennen über 20 Minuten und zwei Runden. Dort berührten sich die beiden Kampfhähne sogar, das Ganze passierte ausgerechnet in der Anfahrt zum riesigen Dreifach-Bergauf-Sprung, den im MX2-Feld nur wenige Fahrer meisterten.

«Sowas passiert eben. Es ist nicht das erste Mal und es wird in diesem Jahr wohl auch nicht das letzte Mal sein. So ist es halt», gab Jacobi mit eine abgebrühten Gesichtsausdruck trocken zu Protokoll. Und der Deutsche setzt auch verbal gleich noch gleich: «Einer geht aus diesen Dingen meist als Gewinner hervor. Schauen wir mal, wie es in Zukunft weitergeht.»

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