Willy Läderach: MXGP Frauenfeld für Zukunft gesichert

Von Günther Wiesinger
Motocross-WM MXGP
Willy Läderach

Willy Läderach

Zum dritten Mal findet am 19. August der MXGP of Switzerland in Frauenfeld statt. Die Bewilligung für den Parcours sei jetzt langfristig gesichert, sagt Promoter Willy Läderach.

Rund um den MXGP of Switzerland in Frauenfeld (18./19. August 2018) hat ein monatelanger Disput um die Bewilligung der Strecke in Niederwil bei Gachnang stattgefunden.

Im Interview mit SPEEDWEEK.com erläutert Promoter Willy Läderach (77) den aktuellen Stand der Dinge.

Läderach, ein unermüdlicher Macher, war jahrzehntelang Schweizer KTM-Importeur und Rennveranstalter. Vor drei Jahren holte er erstmals seit 1998 die Motocross-WM zurück in die Schweiz. «Das muss man machen, solange man jung ist, schmunzelte der dynamische Läderach, der 2014 mit seiner BMW K1200S noch zur Superbike-WM nach Moskau gefahren ist und auch zu den Grand Prix in Mugello und auf dem Sachsenring 2018 mit seiner BMW anreiste.

Willy, dem MXGP-Event im August steht nichts mehr im Wege. War der Event zu irgendeinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet?


Die ganze Bewilligungsgeschichte ist für 2018 positiv erledigt. Das Thema hat einen faden Beigeschmack, denn es geht den ein bis zwei Gegnern eigentlich nicht um die Sache, sondern letztlich nur ums Geld. Das ist eigentlich das Enttäuschende an der Angelegenheit. Sie kämpfen für irgendetwas. Aber letztlich geht es ihnen nur ums Geld. 


In welcher Hinsicht?


Sie haben gesagt: Man kann mit Geld alles regeln.


Wo lag genau das Problem mit den Behörden?


Im Schweizer Kanton Thurgau wurden seit 30 Jahren alle Veranstaltungen, die außerhalb der Bauzone stattfinden, und das sind alle, mit einer sogenannten Veranstaltungsbewilligung bewilligt. Das wird auch in Zukunft so sein. 
Diese Bewilligung stellt das Justiz- und Polizei-Departement aus. Sie holen bei den anderen Departements das Okay ein, in unserem Fall beim Amt für Umweltschutz, Bodenschutz, Landschaftsentwicklung und so weiter.

Dieser Weg war immer gut und hat sich perfekt bewährt. 
Zum Streitpunkt kam es, weil die Gegnergruppe der Ansicht war, das wir für unsere Veranstaltung zwingend eine Baubewilligung brauchen. Jetzt hat die Regierung festgestellt: «Das brauchen wir nicht.» Also hat sie uns die Bewilligung wie immer in den letzten 30 Jahren erteilt.


Gegen diese Bewilligung haben die Gegner beim Verwaltungsgericht Opposition gemacht. Sie haben eigentlich nicht uns angegriffen, sondern die Regierung. 
Jetzt hat aber das Verwaltungsgericht des Kanton Thurgau beschlossen, dass der eine Einsprecher zu weit vom Areal weg wohnt und dadurch gar nicht Einsprache-berichtigt ist. Seine Einsprache wurde abgewiesen.


Zwischen dem Wohnhaus des Gegners und dem Areal liegt eine Eisenbahnstrecke und eine stark befahrene Straße?


Natürlich! Darum hat das Verwaltungsgericht entschieden, dass er gar nicht Einsprache-berechtigt ist. 
Es bestand noch die Möglichkeit, das Verfahren weiter zu ziehen an das Bundesgericht. Das wurde aber nicht gemacht, weil man sich geeinigt hat.


Das gilt jetzt einmal für dieses Jahr. 


Und für den Cross-WM-Lauf 2019 gehen die Streitigkeiten und das Theater von Neuem los?

Weil unser neuer WM-Parcours seit 2016 eine spezielle Geschichte ist und in einem Industriegebiet liegt, müssen wir einen anderen Weg suchen. Wir sind deshalb bereits in Kontakt mit der Regierung und den Behörden. Es wird versucht, das Areal provisorisch in eine Sportzone umzugestalten – für eine Veranstaltung pro Jahr und dazwischen mit landwirtschaftlicher Nutzung.


Es ist geplant, dass wir dank dieser Bewilligung den Parcours von einem Jahr zum anderen stehen lassen können. Damit würden wir deutlich an Betriebskosten sparen.

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