Jeremy Seewer zwischen Ehrfurcht und Pommes-Ständen

Von Johannes Orasche
Motocross-WM MXGP
Jeremy Seewer

Jeremy Seewer

Vor dem traditionsreichen belgischen Motocross-Grand-Prix auf der Sandpiste von Lommel stehen zwei Schweizer in der Tabelle in den Top-4: Jeremy Seewer ist sogar auf Kurs zum Vize-Titel in der MXGP-Klasse.

Yamaha-Werksfahrer Jeremy Seewer kommt als WM-Zweiter zum belgischen Motocross-Grand-Prix am kommenden Sonntag in Lommel. Der 24 Jahre alte Bülacher zeigte zuletzt im tschechischen Loket mit zwei dritten Rängen eine starke Leistung und hält im Klassement aktuell einen Vorsprung von 26 Punkten auf seinen ersten Verfolger und Nachfolger bei Wilvo Yamaha, den erfahrenen Franzosen Gautier Paulin. WM-Leader Tim Gajser (Honda) ist mit 177 Punkten Vorsprung bereits weit enteilt.

Seewer hat zwar Respekt vor der brutalen Sandpiste von Lommel, spürt aber als Wahl-Belgier auch viel Vorfreude. «Lommel fühlt sich mittlerweile an wie mein zweites Zuhause», erklärte er. «Ich verbringe recht viel Zeit in Lommel beim Training und anderen Dingen. Lommel ist ein Klassiker im Kalender.»

Die spezielle Stimmung beschreibt Seewer so: «Es herrscht immer eine sehr nette Atmosphäre mit all den Pommes-Frites-Ständen und den Belgiern. Ich freue mich darauf und hoffe, dass das Wetter in Ordnung sein wird. Ich will versuchen, ein gutes Gefühl auf der Strecke zu bekommen und wieder um das Podium kämpfen.»

Seewers Landsmann Arnaud Tonus (27) aus dem Team Wilvo Yamaha ist nach einer überstandenen bakteriellen Infektion nach seiner Rückkehr aus Indonesien wieder so gut wie bei vollen Kräften. «Es war gut, einige Tage Zeit zur Erholung zu haben», bestätigte der Westschweizer, der in Loket die Plätze 10 und 5 einfuhr und damit seinen dritten WM-Rang an Teamkollege Paulin abgeben musste. «Ich fühle mich besser und hoffe, dass ich zumindest noch einmal mit dem Motorrad trainieren kann, bevor es zum Grand Prix geht. Ich freue mich auf Lommel und habe im vergangenen Winter viele Stunden beim Training im Sand verbracht. Lommel ist immer sehr hart, deswegen muss ich Kräfte sammeln, das Herz in die Hand nehmen und alles geben.»

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