Starker Tom Koch: In Lommel bestes MXGP-Ergebnis

Von Marian Groß
Tom Koch fuhr in Lommel solide Ergebnisse ein

Tom Koch fuhr in Lommel solide Ergebnisse ein

Tom Koch vom Team KTM Sarholz bestätigte seine Topform aus Loket nun auch beim MXGP-Meeting im belgischen Lommel. Der Wormstedter konnte zum zweiten Mal WM-Punkte sammeln.

Neben Lukas Platt ging es für Tom Koch als zweiten deutschen Piloten im MXGP-Starterfeld am vergangenen Wochenende an die berühmt berüchtigte MX-Piste in Lommel. Die tiefsandige Strecke im Herzen des Industriegebiets gilt als wahre Herausforderung für Mensch und Material.

Der Wormstedter kannte die Strecke bereits aus 2018, als er noch auf der 250er gefahren ist und sechs Punkte sammeln konnte. Er wusste also genau, was ihn erwartet, dennoch war die Strecke wieder extrem. «Die Piste war ziemlich anspruchsvoll, eine der härtesten, die wir in diesem Rennkalender haben. Es gab kaum eine Stelle, wo man sich mal kurz ausruhen konnte. Deshalb ging es in den Rennen schon richtig ans Limit und man musste sich richtig zusammenreißen, um sein Tempo hoch zu halten. Im zweiten Lauf war es dann schwierig, irgendwo eine glatte Linie zu finden oder irgendwelche Linien, wo man nicht durch gefühlt zwei Meter tiefe Löcher fahren musste», erzählte Koch im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Der erste Rennlauf am Sonntag sollte für Koch wieder ein Motivationsschub sein, nur ein kleiner Fehler mit großen Folgen vermiesten dem Thüringer eine fast sensationelle Platzierung: «In meinem ersten Lauf hatte ich einen halbwegs guten Start, bin aus der ersten Runde als 12. wiedergekommen und konnte das Tempo auch gut mitgehen. Ich war dann lange Zeit auf Platz 14 oder 15», reflektierte Koch sein bis dahin starkes Rennen. «Ich hatte dann aber leider einen kleinen Sturz, weil ich einen Fehler an einem Sprung gemacht habe. Ich bin zu kurz gesprungen, quer gekommen und dann hat es mich runtergehauen. In dem Rennen bin ich noch 19. geworden, was gut war. Trotz Sturz konnte ich wieder zwei Punkte mitnehmen. Im Nachhinein hat es mich ein bisschen geärgert, weil ich einen 15.Platz nach Hause hätte fahren können.»

Einen besseren Start als die reinrassigen Werksmotorräder zu schaffen, ist sehr schwierig, aber der 21-Jährige bewies im zweiten Rennlauf, dass es möglich ist. Mit einer fantastischen Reaktion und einem guten Gespür katapultierte sich der KTM-Pilot in die Spitzengruppe und war kurze Zeit bei der Elite zu finden: «Im zweiten Lauf war mein Start super, ich war glaube gleich Vierter und bin aus der ersten Runde als Fünfter gekommen. Ich hab aber am Anfang des Rennen überhaupt keinen Rhythmus gefunden und bin dann schnell zurückgefallen auf Platz 14. Es war schwierig, weil ich nicht wusste, wie weit ich an meine Grenzen gehen kann, denn ich wusste das Rennen wird lang und es wird nicht einfach werden dort 35 Minuten konstant durchzufahren», gab der Thüringer an.

Koch teilte seine Kraft zu konservativ ein, denn er hatte am Ende einen schnelleren Rhythmus als am Anfang. Am Ende des Rennens war das Feld aber schon so weit auseinander gezogen, dass sich Koch an niemanden mehr herankämpfen konnte. Trotzdem gab es keinen Grund für Trübsal, denn Sarholz-Pilot verbesserte sich nochmals gegenüber dem Rennwochenende von Loket (18.Platz). « Ich bin dann aber trotzdem noch 17. in dem Lauf geworden und das ist mein bisher bestes WM-Ergebnis – von daher bin ich sehr zufrieden.»

In der Addition ergeben der 19. und 17. Platz ordentliche sechs WM-Punkte.

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