Max Nagl bewundert die Helden von der Insel Man

Von Frank Quatember
Motocross-WM MXGP
Der deutsche Honda-Werkspilot Max Nagl gab anlässlich des Supercross’ in München in der gut gefüllten Olympiahalle eine Autogrammstunde und hatte allerhand Fragen zu beantworten.

Thema Nummer 1 waren die laufende Vorbereitung auf die MXGP-WM 2014. Für Max Nagl sind die nächsten Wochen entscheidend: «Es läuft bisher sehr gut. Ich trainiere jetzt in Belgien mit meinem Trainer Hugo America, und das schon seit vier Wochen. Dieses Aufbautraining machen wir noch bis zum 4. Januar, dann fliege ich mit Hugo nach Spanien für eine Woche Intensivtraining mit dem Fahrrad. Am 12. Januar fliege ich nach Sardinien runter zum Motorradtraining. Dort wird wahrscheinlich auch im Februar mein erstes Rennen sein, zur Italienischen Meisterschaft, aber den Plan macht das Team.»

Max hatte unlängst die Gelegenheit, einen Tag mit dem Honda-Team im English Institute of Sport zu trainieren, das durch die Erfolge der Engländer bei Olympia in London berühmt geworden ist. Der Bayer ist beeindruckt: «Leider war es nur ein Tag. Wir haben eine intensive Trainingseinheit durchgezogen, mit dem Hintergrund, auf welchem Kräftelevel wir uns bewegen. Das wird zu Saisonbeginn noch mal in England wiederholt, um zu sehen, ob und wo man sich verbessert hat.»

Bei dem Training waren auch Fahrer des Honda-Werksteams aus der Superbike- und Supersport-WM dabei, ebenso Straßensport-Legende John McGuinness. «Ich habe den Film Isle of Man gesehen, und was die Jungs da machen, ist irre», bemerkte Nagl. «Mit McGuinness habe ich mich ausführlich unterhalten, das war hochinteressant. McGuinness hat ja etliche Male das Rennen dort gewonnen. Was bei uns Cairoli für den GP ist, ist McGuinness für die Isle of Man.»

«Super war außerdem ein Seminar über Schlafgewohnheiten, ich habe viel über Schlaf und Jetlag gelernt», so der 26-Jährige. «Das ist ganz wichtig für mich bei den Überseerennen. Alles, was das Schlafen für mich erleichtert, nehme ich gerne an. Man kann den fehlenden Schlaf ausgleichen, indem man zum Beispiel die Woche vor dem Rennen genügend schläft. Außerdem gibt es Tricks mit Sonnenbrillen oder bestimmten Gläsern. Oder man passt den Schlafrhythmus im Voraus schon mal dem Zielort an.»

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