Motocross-Skandal: Hund auf der Strecke

Max Nagl (Husqvarna): Mit Rippenbruch zum Erfolg

Von Adam Wheeler
Max Nagl (Husqvarna) fuhr in Katar mit einer gebrochenen Rippe

Max Nagl (Husqvarna) fuhr in Katar mit einer gebrochenen Rippe

Wie erst nach dem Saisoneröffnungsrennen in Katar bekannt wurde, hat sich Max Nagl bei seinem Sturz in Ottobiano eine Rippe gebrochen und konnte in den letzten zwei Wochen nicht trainieren.

«Ich war selber ein wenig über das Ergebnis überrascht, weil ich während der letzten zwei Wochen nicht trainieren konnte», erklärte der Weilheimer nach seinem Grand-Prix-Sieg in Katar.

«Ich hatte gute Starts. Das war auf dieser Strecke besonders wichtig. Die wichtigste Rolle für das Setup hat hier das Fahrwerk gespielt. Das Bike hat insgesamt sehr gut funktioniert. WP hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet, wir haben gemeinsam sehr viel getestet und daran gearbeitet. Das Motorrad hat viel Leistung. Das mag ich sehr und dieser Motor kommt meinem Fahrstil sehr entgegen.»

Auch wenn die Siegesfahrt von Max Nagl sehr souverän und kontrolliert wirkte, erlebte der Deutsche einige heikle Momente: «Am Ende des ersten Laufes hatte ich zwei große Beinahe-Crashes und habe dadurch sehr viel Zeit verloren. Clement Desalle konnte so Boden gutmachen, aber ich wusste ja, wie schwer das Überholen auf dieser Strecke ist. Im zweiten Lauf versuchte ich dann, von Anfang an eine Lücke herauszufahren, aber die Strecke war wirklich schwierig und ein paar mal kam ich komplett quer. So habe ich das Tempo etwas rausgenommen und stattdessen meine Verfolger im Auge behalten.»

Die Husquarna scheint dem Deutschen also zu liegen: «Ich bin 10 Jahre lang KTM gefahren und die Husqvarna ist der KTM sehr ähnlich. Vor allem hat sie sehr viel Leistung und das mag ich. Die Verbesserungen am Fahrwerk haben mich wirklich überrascht, denn das war früher immer der Schwachpunkt. Ich weiß nicht, wie sie das hinbekommen haben, aber das Fahrwerk funktioniert in dieser Kombination hervorragend.»

In der öffentlichen Wahrnehmung wurde viel über das Aufeinandertreffen der beiden Titanen Ryan Villopoto ?und Antonio Cairoli debattiert. Max Nagl sagt dazu: «In der Winterpause ist mein Name nicht wirklich oft aufgetaucht. Einerseits frage ich mich schon, warum das so ist. Aber dann denke ich mir, Resultate sagen mehr als Worte. Und so habe ich heute mein ‘Statement’ abgegeben. Das Gute daran ist ja, dass ich keine Nerven zeigte.»

Was meint Nagl selbst zum Ergebnis der beiden Motocross-Stars Villopoto und Cairoli? «Es war für mich schon eine Überraschung, dass sie nicht ganz vorn mitgefahren sind. Es gab ja außer Tony und Ryan kein anderes Thema mehr. Aber es gibt im MXGP-Feld so viele gute Fahrer, dass es für keinen der beiden einfacher werden wird. Wir alle hier machen unseren Job und trainieren hart.»

Erst jetzt wurde bekannt, dass sich Max Nagl beim letzten Lauf zur italienischen Meisterschaft in Ottobiano eine Rippe gebrochen hatte: «Es ist keine so große Sache, aber ich habe mir eine Rippe gebrochen und konnte nicht trainieren. Ich habe von KTM Unterstützung in Form einer Physiotherapie bekommen.»

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