Format 'Supermotocross' vorgestellt

Von Thoralf Abgarjan
Motocross-WM MXGP
Das 'Supermotocross'-Austragungssystem

Das 'Supermotocross'-Austragungssystem

In Teutschenthal wurde von Serienvermarkter Youthstream das Format 'Supermotocross' vorgestellt, das erstmals am 8. Oktober in der Veltins-Arena ausgetragen wird. Youthstream will das Format für die Zukunft ausrichten.

Anlässlich des Grand-Prix in Teutschenthal wurde von Youthstream-Präsident Guiseppe Luongo das Konzept des 'Supermotocross' näher vorgestellt, das am 8. Oktober in der Veltins-Arena ausgetragen wird. Luongo erklärte, dass er die 'Supermotocross' - Veranstaltungen mit den Herstellern gemeinsam etablieren möchte.

Das 'Supermotocross'-Wertungs-System
3 Fahrer repräsentieren einen Hersteller. Bei 7 Herstellern (KTM, Husqvarna, Honda, Yamaha, Suzuki. Kawasaki, TM) besteht das Fahrerfeld also aus 21 Piloten. Jedes Team hat einen Ersatzfahrer ('Joker'), der zu jedem Zeitpunkt einen anderen Fahrer ersetzen kann. Es starten in drei Rennen jeweils drei Fahrer pro Team.

Jeder Pilot hat freie Hubraumwahl. Von 245 bis 450 ccm ist jede Größe und jede Motorenkategorie (2-Takt oder 4-Takt) zugelassen. Das Punktesystem ist vergleichbar mit dem des Nationencross: Platzierung entspricht Punkt. In 3 Wertungsrennen treten 3 Fahrer pro Team an. Pro Team werden 9 Ergebnisse erzielt, von denen aber nur 7 gezählt werden. Es gibt also im Gegensatz zum MXoN-Reglement zwei Streichresultate. Das Team mit der geringsten Punktezahl gewinnt. Die Startpositionen für die Hauptrennen werden in einer 'Super-Pole' vom Mannschaftskapitän in einem Zwei-Runden-Sprint ausgefahren.

'Manufacturers-Cup' wird Wanderpokal
Der 'Manufacturers-Cup' soll - wie die 'Chamberlain-Trophy' beim Motocross der Nationen - ein Wanderpokal werden. Das bedeutet, dass Youthstream künftig weitere Rennen plant.

Für die Hersteller will Youthstream mit dem Format 'Supermotocross' eine Bühne für ihre Produkte und ihre Partner zur Verfügung stellen.

Insgesamt sieht Luongo die Zukunft des Sports in den Stadien. «Assen 2015 war ein Riesenerfolg, auf dem wir aufbauen wollen», meinte er.

Preisgelder
Mit Preisgeldern will Youthstream die besten Fahrer der Welt in die Veltins-Arena locken: 50.000 € gibt es für den Sieger, 30.000 € für Rang 2 und 20.000 € für Platz 3 der Einzelwertung. Die gleichen Beträge werden auch für die 3 bestplatzierten Teams ausgeschüttet.

Zum Vergleich: Nur eine Woche später findet in Las Vegas der Monster-Energy-Cup statt, wo dem Sieger aller 3 Rennen eine Millionenprämie winkt. Der Gesamtsieger erhält in Las Vegas immerhin noch 100.000 $. Ob die Siegprämien in Gelsenkirchen also wirklich ausreichen werden, die US-Top-Stars anzulocken, wird sich zeigen.

US-Stars in Charlotte angekündigt
Am 3. September gastiert die Motocross-WM im Charlotte Motor Speedway an der US-Ostküste. Das sieht Luongo als weiteren Testlauf für das große Thema 'Supermotocross'. Wie Luongo in Paul Malins Studio-Show erklärte, hat Youthstream bereits mehrere US-Top-Stars gewinnen können. Namentlich nannte Luongo Justin Barcia, Eli Tomac, Joey Savatgy und Cooper Webb.
An dieser Aussage wird sich Luongo messen lassen müssen, denn Ankündigungen gab es in der Vergangenheit bereits häufig.

Team-Manager zeigen sich verhalten optimistisch
Die in Paul Malins Studio-Show anwesenden Team-Manager Antti Pyrhönen (Husqvarna) und Stefan Everts (Suzuki) halten das Thema 'Supermotocross' grundsätzlich für eine gute Idee. Es wurde aber auch deutlich: Die Team-Manager können nur über ihren eigenen Fahrerpool verfügen. Pyrhönen nannte exemplarisch Max Nagl, Christophe Charlier und Max Anstie als Husqvarna-Team-Mitglieder und erwähnte US-Star Jason Anderson, der am gleichen Tag Dritter der Supercross-WM auf Husqvarna wurde, mit keiner Silbe. Auch Suzuki-Team-Manager Stefan Everts zeigte sich in Hinblick auf Nominierungen verhalten und nannte Jeremy Seewer als möglichen Kandidaten. Die Nominierung von Suzuki-Stars wie Ken Roczen oder James Stewart wäre aus seiner Sicht natürlich wünschenswert, aber auch das liegt nicht allein in seiner Hand: «Wir werden sehen, ob es möglich sein wird, die US-Stars zu gewinnen», meinte der Belgier.

In diesem Artikel finden Sie weitere Aspekte zum Thema 'Supermotocross'.

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mi. 25.11., 23:00, Eurosport
    Rallye: FIA-Europameisterschaft
  • Do. 26.11., 01:45, Hamburg 1
    car port
  • Do. 26.11., 03:00, Eurosport 2
    Rallye: FIA-Europameisterschaft
  • Do. 26.11., 03:05, Motorvision TV
    Formula Drift Championship
  • Do. 26.11., 03:25, SPORT1+
    Motorsport - FIA WEC
  • Do. 26.11., 03:45, Hamburg 1
    car port
  • Do. 26.11., 05:20, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Do. 26.11., 05:30, Puls 4
    Café Puls mit PULS 4 News
  • Do. 26.11., 06:00, Pro Sieben
    Café Puls mit Puls 4 News
  • Do. 26.11., 06:00, Sat.1
    Café Puls mit Puls 4 News
» zum TV-Programm
7DE