Yamaha-Neuling Tim Gajser hat im Sand auf Sardinien viel gelernt
Motocross-MXGP-Ass Tim Gajser konnte bei seinem Yamaha-Debüt im tiefen Sand von Alghero seinem belgischen Kumpel Lucas Coenen (Red Bull KTM) in keiner Phase der beiden Wertungsläufe gefährlich werden.
Die Premiere von Tim Gajser auf der MXGP-Werks-Yamaha begann am Sonntag im Zuge der offenen italienischen Motocross-Serie in Alghero auf Sardinien zunächst durchaus verheißungsvoll. Der 29-jährige Slowene brannte im Regen auf feuchtem Untergrund im Qualifying zunächst vor Landsmann Jan Pancar (KTM) und Lucas Coenen (Red Bull KTM) die beste Rundenzeit in den Sand. In den beiden Rennen hatte Gajser aber gegen den 19-jährigen Belgier aber doch klar das Nachsehen.
Im ersten Durchgang musste sich Gajser nach einem mittelmäßigen Start und einem Ausrutscher durch das Feld bis auf Platz 5 wühlen – das Ganze mit einer Minute und elf Sekunden Rückstand. Im zweiten Lauf war der Yamaha-Neuzugang nach dem Start Zweiter. Dann wetzte der drängende Coenen mit einem spektakulären Manöver völlig unerwartet außen am fünffachen Champion vorbei. Wenig später krallte sich der Teenager dann auch noch den führenden 450er-Rookie Andrea Adamo (Red Bull KTM) mit einem extrem späten Bremsmanöver. Am Ende erbte Gajser mit einem Rückstand von 20 Sekunden Rang 2 von Adamo, der nach einem Defekt aufgeben musste.
Yamaha und auch Gajser selbst ließen das Debüt bisher weitgehend unkommentiert – es gab bislang nur knappe Aussagen: «Das einzige Ziel von Tim Gajser und dem Yamaha-Werksteam ist es in der Vorsaison, so viele Daten als möglich zu sammeln und in Richtung Topform und Top-Performance aufzubauen. Tims zweiter Rang in der Tageswertung war das Indiz, dass er und das Team in die passende Richtung arbeiten», hieß es bei Yamaha. Gajser meinte kurz: «P2 beim ersten Rennen in Blau. Es war ein solider Tag auf einer sehr tiefen Piste, ein toller Tag mit dem Team und wir haben viel gelernt. Jetzt geht’s weiter an die Arbeit vor Mantua am kommenden Wochenende.»
In Mantua in der Lombardei gibt es für Gajser am Sonntag bereits die Gelegenheit zur Revanche. Das zweite Event im Rahmen der «Assoluti d’Italia» auf der ehemaligen Grand-Prix-Strecke in Mantua wird noch stärker besetzt sein als das Meeting in Alghero – die Strecke bietet zudem auch deutlich mehr Überholmöglichkeiten. Diesmal wird auch das Honda-Werksteam mit den beiden Neulingen Jeffrey Herlings und Tom Vialle vor Ort sein. Einzig Gajsers französischer Teamkollege Maxime Renaux und Weltmeister Romain Febvre werden fehlen. Renaux fährt ein Event Pernes in Frankreich.
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