Rallye Zhangye: China-Premiere für Fabian Kreim

Von Christian Schön
Rallye

Deutscher Skoda-Junior startet beim dritten Lauf zur Asien-Pazifik-Meisterschaft am Rande der Wüste Gobi. Österreicher Manfred Stohl im Citroën.

Einst machten die Karawanen auf der Seidenstraße hier Halt. Die ehemalige Oasenstadt Zhangye am Rande der Wüste Gobi hat außerdem einen der größten liegenden Buddhas der Welt zu bieten. Und seit Neuestem auch den chinesischen Lauf zur Asien-Pazifik-Meisterschaft (APRC).

Zum ersten Mal gastiert das Championat in der Millionenmetropole am Schwarzen Fluss. Die sandigen Wertungsprüfungen in der Steppe sind für alle Teilnehmer neu. Gute Voraussetzungen für Fabian Kreim, näher an seinen APRC-erfahrenen Teamkollegen Gaurav Gill heranzukommen, dem er bei den zurückliegenden Rallyes in Neuseeland und Australien jeweils den Vortritt lassen musste. «Die Prüfungen sind sehr schnell. Außerdem ist es extrem heiß», berichtet der deutsche Skoda-Junior.

Die APRC-Teilnehmer bilden allerdings nur einen kleinen Teil des Starterfeldes. Die Rallye Zhangye wird auch zur Chinesischen Meisterschaft gewertet. Hier zählt der ehemalige Subaru-Werkspilot Chris Atkinson zu den Favoriten. Der Australier fährt einen von Prodrive entwickelten chinesischen VW Golf mit Zweiliter-Turbomotor und rund 400 PS. Ebenfalls am Start sind die Österreicher Manfred Stohl und Bernhard Ettel in einem Citroën DS3 R5.

Der Neuseeländer Michael Young, im Subaru normalerweise ein harter Konkurrent von Kreim und Gill um APRC-Siege, sorgt bei der Rallye Zhangye für eine Premiere. Zum ersten Mal nimmt ein Hybrid-Fahrzeug an einem von der FIA sanktionierten Meisterschaftslauf teil. Young startet für BYD, eine chinesische Marke und gleichzeitig einer der weltweit größten Hersteller von Plugin-Hybrid-Fahrzeugen.

Für Kreim und Beifahrer Frank Christian begann die Rallye Zhangye am Donnerstag mit Shakedown und Showstart. Von Freitag bis Sonntag stehen nur neun Wertungsprüfungen auf dem Programm. Die haben es mit einer Gesamtlänge von knapp 240 Kilometer aber in sich.

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