1. DRM-Tagessieg für Hermann Gassner Junior

Von Toni Hoffmann
Rallye Sonstiges
Erster DRM-Tagessieg für Gassner Junior

Erster DRM-Tagessieg für Gassner Junior

Jugend forsch - Papa strauchelt auf letzter Tagesprüfung – drei Prüfungen und drei Spitzenreiter.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten in der Familie Gassner beim Auftakt zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM). Hermann Gassner Junior erzielte im Mitsubishi Lancer Evolution IX in der DRM seinen ersten Tagessieg. Sein Vater Hermann, vierfacher Deutscher Champion, Titelverteidiger und bei der Rallye Oberland der Vorjahressieger, strauchelte auf der letzten Freitagsprüfung. Als Spitzenreiter rutschte der Fast-Fünfzigjährige bei der DRM-Premiere des in der Familienschmiede vorbereiteten Lancer Evo. X auf der letzten Tagesentscheidung von der rutschigen Piste in eine Schneewehe. Auf die zweite Saisonbestzeit des Filius verlor er 5:32,7 Minuten und stürzte wegen dieses für ihn doch sehr seltenen Fehlers auf den 41. Platz (Rückstand: 5:29,5 Minuten) ab. Sohnemann trumpfte auf dieser Nachtprüfung zum zweiten Mal auf und sicherte sich den Etappensieg um 7,4 Sekunden vor seinem Markenkollegen Peter Corazza.

Zu Beginn des ersten von sieben DRM-Läufen sah alles nach einem Foto-Finish-Duell zwischen dem Vorjahresvierten Corazza und Gassner Senior aus. Corazza hatte die Saison beim ersten Anstieg zum Monte Rigi mit der hauchdünnen Führung von nur einer 1,8 Sekunden auf Gassner eröffnet. Dieser konterte auf dem Zuschauer-Rundkurs in Altenstadt und nahm Corazza um den Wimpernschlag von nur einer 1/10-Sekunde die Führung weg. Beim zweiten Durchgang der berühmt-berüchtigen Prüfung Monte Rigi fiel der Meister den Gesetzen der Meteorologie und der Fahrphysik zum Opfer und versenkte den Mitsubishi in einer Schneewehe.

Die Oberland war nicht die erwartete und erhoffte Winter-Rallye. Steigende Temperaturen mit 13 Grad in der Rallye-Drehscheibe Peiting liessen den zuvor reichlich vorhandenen Schnee sehr schnell schmelzen. Nur auf den höheren Lagen gab es noch einige verschneite Passagen mit Schneewehen.

Dritter wurde Florian Niegel, 2008 noch für Suzuki Germany im Swift S1600 in der Junior-WM mit wechselnden Erfolgen an Start, in einem weiteren Lancer (25,6 Sekunden zurück). Auf der vierten Position übernachtet der Vorjahreszweite Sandro Wallenwein (Subaru Impreza WRX STI), mit 32,3 Minuten Rückstand. Sein Vater Thomas startete erstmals mit dem aktuellen Subaru Impreza N14 und erreichte mit einem Rückstand von 19:32,5 Minuten den sechsten Tagesplatz. Olaf Dobberkau musste auch in diesem Jahr den für seinen heckgetriebenen Porsche 911 Tribut eher ungeeigneten Bedingungen Tribut zollen und belegte mit einem Rückstand von bereits 1:21,1 Minuten den neunten Platz nach der ersten Etappe, die er im letzten Jahr als Führender beendet hatte.

Ergebnis nach der 1. Etappe

1. Hermann Gaßner jr./Kathi Wüstenhagen (D), Mitsubishi Lancer Evo. IX, 18:11,1 min.

2. Peter Corazza/Roland Bauer (D), Mitsubishi Lancer, + 7,4 sec.

3. Florian Niegel/Thomas Fuchs (D), Mitsubishi Lancer, + 25,6

4. Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer (D/A), Subaru Impreza WRX STi, + 32,3

5. Jiri Tosovski/Petr Gross (CZ), Motsubishi Lancer Evo IX, + 1:03,5 min.

6. Thomas Wallenwein/Tanja Neidhöfer (D), Subaru Impreza WRX N14, + 19:32,5

7. Otto Ludvik/Pavel Skacel (CZ), Subaru Impreza WRX N14, + 1:24,3

8. Daniel Rexhausen/Stefan Clemens (D), Mitsubishi Lancer, + 1:25,3

9. Olaf Dobberkau/Alexandra König (D), Porsche 911 GT3, + 1.29,1

10. Rok Uurk/Enej Loznar Krancic (SLO), Peugeot 206 R3, + 1:43,2

 

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