Nach Schockstarre auf Etappe 13: Honda äußert sich zum Dakar-Debakel
Der letzte Tag der Dakar 2026 stellte das erwartete Ergebnis auf den Kopf. Wie Honda den sicher geglaubten, am Ende aber um zwei Sekunden verlorenen Sieg erklärt.
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Über drei Minuten Vorsprung und nur noch ein letzter Sprint von 105 km – niemand bei der Honda Racing Corporation hatte vor Etappe 13 echte Zweifel am Dakar-Triumph durch Ricky Brabec. Erst als der drei Minuten nach dem US-Amerikaner gestartete Luciano Benavides (KTM) zuerst das Ziel erreichte, wurden die Verantwortlichen nervös. Und als der 34-Jährige endlich eintraf, fehlten nur zwei Sekunden für den Gesamtsieg – bei einer Gesamtfahrzeit von 49 Stunden eine Winzigkeit.
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Der Schock bei Honda saß tief. Erst am Sonntag äußerte sich Teammanager Ruben Faria nach dem Debakel. «Der letzte Tag brachte nicht das Ergebnis, das wir erwartet hatten, aber so ist die Dakar – so ist Rallye-Raid», stöhnte der Spanier. «Sechs Kilometer vor dem Ende der letzten Etappe bog Ricky etwas zu früh nach links ab. Er nahm nicht die richtige Strecke, verlor viel Zeit und überquerte die Ziellinie nur zwei Sekunden hinter Luciano. Durch diesen kleinen Fehler haben wir die Dakar um nur zwei Sekunden verloren. Natürlich wollten wir mehr. Wir wollten gewinnen, aber wir müssen das Ergebnis akzeptieren. Natürlich hatten wir uns mehr erhofft – das Ziel war der Sieg, und wir waren unglaublich nah dran. So etwas ist zuvor noch nie passiert. Wir werden weiter Druck machen, die nächsten Rennen gewinnen und noch stärker zur nächsten Dakar zurückkehren.» Wortkarg Ricky Brabec: «Diese Dakar war von Anfang bis Ende ein echter Kampf», erklärte der zweifache Dakar-Gewinner. «Auf der letzten Etappe brachte mich eine ziemlich verwirrende Notiz dazu, eine falsche Linie zu wählen. Als ich umkehrte, kam Luciano hinter mir und blieb angesichts der Situation auf der richtigen Spur, was in einem so engen Kampf den Ausschlag gab.»
Bei Betrachtung der Ergebnisliste fällt dennoch auf, wie stark Honda bei der 48. Ausgabe war. Alle vier Werkspiloten beendeten die Rallye in den Top-6, dazu brachte Rally2-Pilot Preston Campbell einen zehnten Platz ins Ziel. Also fünf CRF450 Rallye in den Top-10, dazu drei KTM und zwei Hero.
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«Insgesamt war es eine starke Leistung für das Team: Ricky wurde Zweiter, Tosha Dritter, Skyler Vierter und Adrien Sechster. Ricky hat eine sehr solide Dakar abgeliefert», betonte auch Faria. «Tosha hat in der ersten Woche einen Fehler gemacht, aber dennoch ein starkes Gesamtergebnis erzielt. Skyler hatte in der ersten Woche zu kämpfen, hat sich aber in der zweiten Woche gut erholt. Adrien verlor fast eine Stunde, als sich ein Kabel mitten im Nirgendwo in seinem Rad verfing, hatte aber eine hervorragende zweite Woche. Dazu zeigte Preston zeigte eine für sein Alter ungewöhnliche Reife, kämpfte bis zum Schluss um den Sieg und wurde Zweiter in der Gesamtwertung, während er sich gleichzeitig den Titel ‹Rookie der Dakar› sicherte.»
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