Agostini traut Razgatlioglu erfolgreichen MotoGP-Start 2026 zu
Superbike-Ikone Toprak Razgatlioglu wagt 2026 den Schritt in die MotoGP. Giacomo Agostini erklärt, warum er dem Pramac-Yamaha-Rookie trotz großer Herausforderung viel zutraut.
Wenn eine lebende Legende wie Giacomo Agostini über einen Aufsteiger spricht, hört die Motorsportwelt genau hin. Der 15-fache Weltmeister ist überzeugt, dass Superbike-Dominator Toprak Razgatlioglu in der MotoGP bestehen kann.
Der Türke wechselt nach drei Titeln in der Superbike-WM 2026 in die Königsklasse und debütiert dort als Pramac-Yamaha-Pilot an der Seite von Jack Miller. Beim ersten großen Kräftemessen, dem Nachsaisontest in Valencia im November 2025, hinterließ Razgatlioglu einen positiven Eindruck. Beim darauf folgenden privaten Yamaha-Test soll er laut Insidern noch einmal nachgelegt haben.
Motorrad-Ikone Agostini äußerte sich gegenüber GPOne optimistisch über die Chancen des 29-jährigen Rookies: «Er hat in der Superbike-WM bewiesen, dass er ein sehr guter Fahrer ist. Natürlich ist die MotoGP etwas anspruchsvoller und schwieriger. Doch wenn er das Talent hat, dann kann er es auch dort zeigen.»
Für den Italiener ist klar, dass der Klassenwechsel kein Selbstläufer wird, doch Razgatlioglus außergewöhnliche Fähigkeiten sprechen für ihn. In der Superbike-WM holte Razgatlioglu trotz der technischen Überlegenheit von Ducati drei WM-Titel.
Der Weg von Razgatlioglu erinnert Agostini an seine eigene Karriere. Nach seinem Wechsel zu Yamaha gewann er auf Anhieb Rennen und WM-Titel. Dennoch relativiert er den Vergleich: «Ich gewann sogar bereits das erste Rennen. Doch ich fuhr bereits davor Grand-Prix-Bikes, während er vom Superbike kommt. Der Unterschied ist nicht riesig, doch es gibt einen kleinen und wichtigen Unterschied.»
Dieser feine, aber entscheidende Unterschied dürfte Razgatlioglu 2026 besonders fordern. Der neue Pramac-Yamaha-Pilot hat selbst keinen Zweifel daran, dass seine erste MotoGP-Saison «richtig hart» wird. Gleichzeitig bekommt er Rückendeckung von Agostini, der betont: «Wenn man den Sport und die Fahrer liebt, dann wünscht man sich natürlich immer, dass sie sich gut schlagen.»
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