Rationalisierung: Planänderungen bei MotoGP-Reifenausrüster Michelin
Reifenausrüster Michelin wird sich Ende der kommenden Saison aus dem Fahrerlager der MotoGP verabschieden – nicht ohne für 2026 nochmals mit einer abgeänderten Strategie an die Startlinie zu gehen.
Vor einem Jahrzehnt legte sich Frankreichs Gummigigant Michelin ins Zeug, um sich als neuer Partner der MotoGP im Fahrerlager zu etablieren. 2026 wird der Ausstieg der Mannschaft um den während der gesamten Ära verantwortlichen Rennsportmanager Piero Taramasso über die Bühne gehen. Während das technische Regelwerk im letzten Jahr der Prototypen mit maximal 1000 ccm ohne Änderungen weiter angewendet wird, hat Michelin mit der Reifenauswahl für 2026 eine angepasste Vorgehensweise angekündigt.
Basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahre fiel die Entscheidung, die entwickelten Spezifikationen auszusieben und bei der Großzahl der 22 Events eine geringe Anzahl von Reifen zur Verfügung zu stellen Während bis Ende 2025 für das Vorderrad jeweils drei Typen mit Stückzahl 5 bereitlagen, sind es 2026 nur zwei Varianten, die dafür je siebenmal vorhanden sind. Macht einen Vorderreifen weniger pro Event.
«Mit dieser neuen Rationalisierung der Vorderreifenverteilung setzen wir die Arbeit fort, die wir bereits 2018 begonnen haben. In den letzten acht MotoGP-Saisons hat Michelin die Anzahl der den Fahrern angebotenen Spezifikationen halbiert und gleichzeitig die Sicherheit und Leistung auf einer wachsenden Anzahl von Rennstrecken kontinuierlich verbessert, wie die vielen aufgestellten Rekorde zeigen», begründete Motorrad-Sportchef Piero Taramasso die Anpassung.
Doch, keine Regel ohne Ausnahme. Bei als «wettersensibel» definierten Rennstrecken kommt der neue Plan nicht zur Anwendung. Um besser auf etwaig extreme Bedingungen reagieren zu können, greifen die Piloten der MotoGP in Le Mans, Silverstone, auf dem Sachsenring, auf Phillip Island sowie in Valencia weiterhin auf die dritte Variante zurück – dann aber wie 2025 jeweils nur in fünffacher Ausführung.
Den Optimierungsprozess, den Michelin während des Engagements in der Königsklasse durchgemacht hat, zeigt der Vergleich der insgesamt angebotenen Spezifikationen pro Saison. Während 2018 noch 58 verschiedene Vorder- und Hinterreifen für 19 GP-Events Standard waren, werde es 2006 bei nun 22 Rennwochenenden mit 29 nur noch halb so viele sein.
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