Sekundenkrimi beim Suzuki Rallye Cup

Von Toni Hoffmann
Manuel Kößler siegte auch in Sachsen

Manuel Kößler siegte auch in Sachsen

Manuel Kößler nach Sachsen-Rallye mit ausgeweitetem Punktepolster - Dominik Port bleibt zur Saisonmitte in Schlagdistanz.

Mit spitzerem Stift wurde beim Suzuki Rallye Cup wohl nur selten gerechnet: Manuel Kößler und Dominik Port lieferten sich bei der AvD Sachsen-Rallye einen Krimi bis zur buchstäblich letzten Sekunde. Kaum mehr als ein Wimpernschlag trennte im Ziel die beiden Kontrahenten. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,4 Sekunden konnte Kößler den Zweikampf schließlich für sich entscheiden. Das Duell hielt die Zuschauer bei Deutschlands einzigem Rallye-Markencup, der rund um Zwickau in seine dritte Runde ging, bis zuletzt in Atem.

Dabei hatte am Freitag alles ganz entspannt begonnen. Wie schon bei der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg formierte sich auch in Sachsen gleich zu Beginn das Führungstrio – an seiner Spitze zunächst Dominik Port, der sich die erste Bestzeit sicherte, vor Thomas Leipold und Manuel Kößler. Bei der zweiten Wertungsprüfung (WP) lenkte Leipold seinen Swift Sport am schnellsten Richtung Ziel. Nach der wegen eines Unfalls neutralisierten WP 3 war es erneut Port, der auf WP 4 die schnellste Zeit markierte. Die fünfte Prüfung konnte Kößler für sich entscheiden, bevor sich Florian Stix an der Spitze zeigte. Manuel Kößler landete auf Rang zwei, allerdings unter besonderen Umständen: Bei starkem Regen war sein Swift gegen einen Bordstein gerutscht, vier der fünf Stadtrundfahrten musste er folglich mit einem Plattfuss bestreiten. Der brachte ihn dennoch vor Dominik Port durch die Zeitkontrolle.

Auf Platz eins der Cup-Wertung – nur 0,7 Sekunden vor Port und 22,7 Sekunden vor Leipold – nahm Kößler Tag zwei in Angriff. Den besten Start erwischte Leipold, der sich am Morgen die dritte Bestzeitprämie sicherte. Mit Thomas Bareuther erkämpfte sich dann der Suzuki Rallye Cup-Youngster seine schnellste Runde. Hinter Thomas Leipold erreichte Port Rang drei – 0,9 Sekunden vor Manuel Kößler, der seinen ersten Platz in der Gesamtwertung vorübergehend an Port abgeben musste. In WP 9 dann wieder das gewohnte Bild: Port, Kößler und Leipold auf Podiumskurs. Doch für Thomas Leipold fanden die Hoffnungen auf einen Treppchenplatz ein jähes Ende: Nach einem Riss des Keilriemens stellte er seinen Swift vorsorglich ab, um eine weitere Beschädigung des Motors zu verhindern.

Port baute seinen Vorsprung indessen weiter aus. Auf Prüfung zehn hatte dann Kößler erneut den Kühler vorn und holte sich damit Platz eins im Gesamtklassement zurück. Port gab sich jedoch keineswegs geschlagen. In WP 11 markierte er eine weitere Bestzeit. Kößler schlug zurück und gewann auf WP 12 und 13 wertvolle Sekunden. Port nahm die Herausforderung an und legte in WP 14 ein enormes Tempo vor. «Das war eine echte Teufelsfahrt», resümierte er anschließend. Doch es reichte nicht – sehr zur Freude von Manuel Kößler, der den zweiten Sieg dieser Saison feierte: «Es ist einfach optimal gelaufen. Unser Swift war toll, der Aufschrieb perfekt – unter diesen Umständen hätte ich gerne noch ein paar Prüfungen dran gehängt», schmunzelte er im Ziel. Grund zur Freude hatte auch Tim Dämgen: Zwar ohne Prüfungssieg, aber dafür mit konstanter Leistung erzielten sie Rang drei.

Ebenfalls sichtlich zufrieden war Niki Schelle, sportlicher Leiter Suzuki Motorsport Deutschland: «Das war ein Zweikampf auf höchstem Niveau. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung!» Die gibt es am 26. und 27. Juni bei der AvD Rallye Baden-Württemberg rund um Geislingen, wo der Suzuki Rallye Cup 2009 in seine zweite Saisonhälfte geht.

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