«Tabellengerüttel» im Suzuki Rallye Cup

Von Toni Hoffmann
Rallye Sonstiges
Erster Saisonsieg für Thomas Leipold

Erster Saisonsieg für Thomas Leipold

Favoriten scheiden bei AvD Rallye Baden-Württemberg aus - erster Saisonsieg für Thomas Leipold

Der Kampf um die Podiumsplätze im Suzuki Rallye Cup 2009 ist wieder offen. Durch das Ausscheiden der beiden Favoriten Manuel Kößler und Dominik Port wurden die Karten bei der AvD Rallye Baden-Württemberg, dem vierten von sechs Läufen zu Deutschlands einzigem Rallye-Markenpokal, neu gemischt. Thomas Leipold und seine Co-Pilotin Lena-Linda Kaufmann, Drittplatzierte im Suzuki Rallye Cup 2008, konnten an der Steige ihren ersten Saisonsieg einfahren und liegen damit nun in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Tim Dämgen und Beifahrerin Christina Kaiser sicherten sich mit fünf Prüfungsbestzeiten den zweiten Platz bei der Rallye und auch Position zwei im Cup-Gesamtklassement. Mit einer runden Minute Rückstand rollten in Geislingen Florian Stix und Navigatorin Karina Hepperle als Dritte über die Ziellinie.

14 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von rund 111 Kilometern galt es am Freitag und Samstag zu bestreiten. Doch April-ähnliche Wetterverhältnisse mit Starkregen, sonnigen Abschnitten und leichten Schauern machten die Asphalthatz durchs «Ländle» zu einem schwierigen Unterfangen. Auf der fünften Prüfung forderten die Wassermassen von oben ihr erstes Opfer: Tobias Enderlein, als Zweitschnellster des Vorjahres mit viel Optimismus nach Schwaben gereist, musste seinen Suzuki Swift Sport im Graben abstellen. Aquaplaning hatte in einer Kurve das Heck des Rallye-Boliden ausbrechen lassen.

Eine gerissene Antriebswelle machte auf WP 8 die Siegeshoffnungen von Manuel Kößler zunichte. «Bis dahin war es topp gelaufen. Heute wäre bestimmt alles drin gewesen», ärgerte sich der Bayer. Kleines Trostpflaster: Trotz des Ausfalls konnte er die Tabellenführung halten. Schlechter lief es für Dominik Port, bislang Kößlers härtester Widersacher, jetzt auf Rang drei: Ebenfalls in WP 8 geriet sein Swift bei Aquaplaning auf Schotter, rutschte in einen Graben und überschlug sich. Beifahrer Alexander Rath wurde zunächst ins Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber schon am Abend wieder verlassen. HANS, ein System zur Hals- und Nackenstabilisierung, hatte Schlimmeres verhindert.

Ein ärgerliches Ende hatte die Rallye für Jens Schwesig: Wegen einer missverständlichen Beschreibung im Bordbuch war der 26-Jährige am Freitagabend in den Parc fermé gefahren, statt seinen Swift vorschriftsmäßig im Service abzustellen. Die Rallyeleitung ahndete das zunächst mit einer Zeitstrafe, entschied sich dann aber für eine Disqualifizierung.

Ohne größere Strafen oder Blessuren blieb David Möller, Rodelweltmeister des Jahres 2007 und Zweitplatzierter im Gesamt-Weltcup 2008/2009. Nach seinem Motorsportdebüt bei der Thüringen Rallye 2007 tauschte der 27-Jährige in Baden-Württemberg zum zweiten Mal Kufen gegen Reifen. Einen Ausrutscher beim Shakedown am Freitagabend überstand er unbeschadet – aber nicht unbeeindruckt: «Ich weiß jetzt, wie schnell es beim Rallyefahren schief gehen kann. Nach dieser Erfahrung habe ich noch viel mehr Respekt vor den Rallyefahrern und ihren Co-Piloten!»

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