Classic Endurance: Vier Teams in einer Runde

Von Wolfhard Töns
Rundstrecke
Start der Classic Endurance Championship in Oschersleben

Start der Classic Endurance Championship in Oschersleben

Vier Teams nach vier Stunden in einer Runde – so dramatisch, und mit einem eindrucksvollen Feld von 30 Teams, beschloss die Classic Endurance Championship in der Motorsport Arena Oschersleben ihre Saison 2019.

Es war eine gute Saison 2019 mit ausgeglichenen Kämpfen auf der Strecke und kollegialem Miteinander in Fahrerlager und Boxengasse. Der Schwerpunkt lag dabei auf den zahlenmäßig überlegenen 17-Zoll-Bikes der SuperclassiX Endurance, aber auch neue 18-Zoll-Teams stießen hinzu, und das Spektrum der herrlich anzusehenden Motorräder am Start reichte von der Honda CX 500 über alte (etwa Ducati Pantah) und fast schon zeitgenössische (Aprilia RSV Mille) Zweizylinder bis hin zu Zweirad-Schmuckstücken à la Moto-Martin-Suzuki und Honda RC 30.

Das einzige RC 30-Team am Start, Honda Voß Racing mit Jörg Ender und Ansgar Thönnissen war es dann auch, das in der zweiten Rennhälfte die Honda-Nase vorne hatte, nachdem zunächst das Preuss Racing Team mit Michael Preuss (Aprilia RSV Mille) und Jonas Ventker (Yamaha R6 RJ 03) die Führung nach dem Start übernommen hatten, die zum Schluss mit denkbar knappen 12 Sekunden Rückstand Platz zwei belegten.

Während die Teams der klassischen Hubraumkategorie TTF1 (4Zylinder bis 750 ccm, 2 Zylinder bis 1000 ccm) klar die Pace machten, trumpften in der TT Open ausgerechnet zwei Underdogs mit unterlegenem Material auf und holten sogar Platz 3 im Gesamtklassement: Weil Teamfahrer Bernd Fohne mit seiner Yamaha R1 verhindert war, übernahm Ralf Wobker mit seiner Ducati 888 den zweiten Platz im 56-Kräuter Team neben Niels Paulsen, der mit seiner CBR 600 eigentlich in der TT Open auch fehl am Platz, aber zu Saisonbeginn Fohne-halber gegen die Goliath-Bikes TT Open genannt war und da schon satt Punkte abgesahnt hatte. Den einzigen Ausfall des sonnenbeschienen Rennens verbuchte das Ducati 2V-Team von Ducati Melle, das zu Rennmitte auf Platz 8 liegend die Segel streichen musste.

Insgesamt hatte die Zweizylinderfraktion den Titelkampf der diesjährigen Classic Endurance Championship fest im Griff: Bestes Team aller Klassen, Gesamtsieger bei den 17 Zöllern und Klassensieger in der TT F3 war das JBS Ducati Team mit Jörg Beisel und Günther Schmid powered by Motorrad Rieke. Mit ihrer Ducati 900 SS i.e. holten sie in allen drei Läufen den Klassensieg und schafften es so als einziges One-bike-Team, ihre Klasse (dazu noch die mit den meisten Teams am Start) zu gewinnen.

Bei den 18-Zöllern und in der Division ClassiX dominierte das Silent Hektik-Racing-Team mit Frank Leicht (Moto Guzzi V75) und Frank Leicht (ebenfalls Moto Guzzi), die in allen drei Läufen nichts anbrennen ließen und trotz des Hubraum-und Stoßstangen-Handicaps frech im Konzert der Großen mitspielten.

ALLE SIEGERTEAMS AUF EINEN BLICK

TT F1:
Preuss Racing Team, Michael Preuss (Aprilia RSV Mille R) / Jonas Ventker (Yamaha R6)

TT F2:
Die 2, Mike Bandke (Yamaha R6 RJ 03)/ René Schmid (Yamaha R6)

TT F3 und Gesamtsieg SuperclassiX Endurance:
JBS Racing powered by Motorrad Rieke, Jörg Beisel / Günther Schmid - Ducati 900 SS ie 1bike Team

TT Open:
Team 56 Kräuter, Niels Paulsen (Honda CBR 600 F) / Bernd Fohne/Ralf Wobker

ClassiX und Gesamtsieger Classic Endurance:
Silent Hektik Racing, Frank Leicht (Moto Guzzi V75)/Sascha Pfautsch (Guzzi)

Big ClassiX:
TT Racing, Thomas Tippelt (VH Suzuki) / Bruno Arzner (Moto Martin)

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