Strandrennen Guernsey: Christian Hülshorsts Erlebnis

Von Ivo Schützbach
Sandbahn
Christian Hülshorst machte eine gute Figur

Christian Hülshorst machte eine gute Figur

Das Sandbahnrennen am Strand der britischen Insel Guernsey zählt zu den Exoten im Bahnsport. Christian Hülshorst erzählte SPEEDWEEK.com exklusiv, was sich zwischen Ebbe und Flut alles abspielt.

Die Inseln Guernsey und Jersey liegen im Ärmelkanal, beide im Nordwesten von Frankreich, sind aber direkt der britischen Krone unterstellt. Auf beiden Inseln werden seit Jahren Sandbahnrennen am Strand gefahren, wobei das «Condor Ferries Sand Ace» auf Guernsey das bekannteste ist. Die Insel ist 78 Quadratkilometer groß und hat gut 65.000 Einwohner.

Beim Rennen 2016 war auch Christian Hülshorst dabei, der Kontakt zum Club kam über seinen alten Kumpel Mitch Godden zustande, der Guernsey bereits mehrfach gewonnen hat.

«Die haben dort alles gut organisiert», erzählte der Lüdinghausener SPEEDWEEK.com. «Man trifft morgens zeitig ein, wartet bis das Wasser weggeht, dann fangen sie an die Bahn und das Fahrerlager aufzubauen. Sobald die Bahn vom Meer komplett freigegeben ist, wird sie abgesteckt und das Training beginnt. Es gibt nur ein paar Runden freies Training, dann geht das Rennen los.»

Im Normalfall ist die Bahn 650 bis 750 Meter lang. «Man kann dort Vollgas fahren, die Kurven sind aber zu spitz dafür, mit zu viel Gas kommt man ab dem Scheitelpunkt zu weit nach außen», erklärte Hülshorst. «Dort ist es dann zu nass und man hat keinen richtigen Vortrieb.»

Zwischen Beginn und Ende der Ebbe sind zwölf Stunden, für das Rennen nutzbar sind die sechs Stunden in der Mitte. «Stress gibt es dadurch keinen, aber das Rennen wird zügig durchgezogen», hielt Hülse fest. «Bahndienstpausen gibt es keine, durch den Wasseranteil im Boden ziehen sich die Rillen von alleine wieder einigermaßen zu. Die Bahn ist aber nicht so weich, wie man vermuten könnte. Sie ist recht fest, nicht weich und matschig.»

Gefahren wurde mit sieben Mann auf der Bahn, Hülshorst kam bis ins Finale und belegte insgesamt den sechsten Platz. Auf dem Podium standen Zach Wajtknecht, Paul Cooper und James Wright.

Weil es am Samstag zwischendurch regnete, war es nasser als gewöhnlich. «Dadurch war das Starten ein bisschen tricky, das war auch mein Manko», so Hülse. «Wegen des Wassers darfst du erst im letzten Moment ans Band rollen, sonst sackst du zu sehr ein, wenn du den Motor auf Drehzahl bringst. Das ist wie Barfuß am Strand: Wenn du die Füße ein bisschen bewegst, dann sinkst du ein. Ich habe im Finale meinen Startplatz nach den falschen Kriterien ausgesucht, weil ich das nicht kannte.»

«Noch geiler wäre das Rennen gewesen, wenn das Wetter besser gewesen wäre», meinte der 38-Jährige zusammenfassend. «Am Tag davor und danach war es schön, nur am Samstag hat es mal mehr mal weniger geregnet. Die Leute dort sind super zuvorkommend, am Freitagabend gab es einen Empfang beim Chef der Insel, dem Gouverneur. Die Siegerehrung war auch bei ihm, weil dafür auf dem Strand nicht genügend Zeit ist. Es gab sogar Waschgelegenheiten, um alles vom Salzwasser zu befreien.»

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