Trocken oder nicht? Reiti über schwitzenden Asphalt
Schritt für Schritt findet Markus Reiterberger (Althea BMW) zu seiner Form vor dem schweren Sturz zurück. Bei den für ihn ersten Superbike-Wintertests in Jerez waren die Bedingungen nicht optimal.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Im Juni brach sich Markus Reiterberger in Misano mehrere Rückenwirbel, im September hatte er auf dem Lausitzring sein Comeback. Richtig in Schwung kam er seither nicht, es mangelt an Gefühl für die BMW S1000RR.
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Diese Woche Montag und Dienstag rückte das Althea-Team in Jerez für die ersten beiden Wintertesttage aus. Reiti steigerte sich bei besseren Bedingungen deutlich, auf Teamkollege Jordi Torres verlor er 0,7, auf die Bestzeit von Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) 2,7 sec. "Bis zum Mittag regnete es, wir arbeiteten am Fahrwerk weiter", erzählte der Bayer SPEEDWEEK.com. "Zum Schluss bauten wir noch eine andere Umlenkung ein, das hat uns im Regen einen guten Schritt weitergebracht."
Am Nachmittag trocknete der Circuito de Jerez ab, Rea blieb 3/10 sec unter der schnellsten Rennrunde. "Wirklich trocken war das nicht", relativierte Reiterberger. "Aber man konnte gut fahren. Ich brauchte 10 oder 15 Runden, bis ich mich daran gewöhnt hatte, wie ich über die nassen Flecken drüber bremsen und beschleunigen kann – das war seltsam. Ausgeschaut hat es, als wäre es nass, der Asphalt hat wie geschwitzt, das hat Überwindung gekostet. Dann war ich von den Zeiten auch ganz gut dabei, richtig auf Zeitenjagd gehen wäre mit sehr viel Risiko verbunden gewesen. Mit neuen Reifen fuhr ich zum Schluss mehrere 1:43er-Zeiten, die letzte Dreiviertelstunde, als die anderen richtig schnell wurden, hatten wir unser Programm durch und ich fuhr auch nicht mehr raus. Vielleicht wäre es schneller gegangen, die Bedingungen wurden immer besser. Als ich aufhörte, war ich schneller als Torres und gut dabei. Somit bin ich momentan ganz zufrieden, wir haben an der Bremsstabilität gearbeitet, damit ich mehr Vertrauen bekomme. Aber wir haben noch einiges zum Schaffen."
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Von der Bestzeit von Jonathan Rea war auch der zweifache Deutsche Meister begeistert: "1:40,8 min, das ist kernig. Die Kawasaki waren auch im Regen brutal schnell. Alle haben hier einen Tag getestet, dann fuhr Rea raus und fuhr im Nassen gleich 1:54,0 min. Auch bei Mischbedingungen; als wir alle noch 1:44 fuhren, fuhr er schon 1:42. Bei mir ist es noch nicht so, dass ich mich 100-prozentig wohlfühle auf dem Bike, das dauert noch etwas. Dafür brauchen wir gutes Wetter und noch ein paar Testtage."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Zeiten Superbike-Test Jerez:
Dienstag (22.11.): 1. Jonathan Rea (Kawasaki) 1’40.8 min 2. Tom Sykes (Kawasaki) 1’41.8 3. Lorenzo Savadori (Milwaukee Aprilia) 1’42.3 4. Stefan Bradl (Honda) 1’42.5 5. Jordi Torres (Althea BMW) 1’42.8 6. Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) 1’43.1 7. Markus Reiterberger (Althea BMW) 1’43.5 8. Jérémy Guarnoni (Pedercini Kawasaki STK1000) 1’44.1 9. Marco Faccani (Althea BMW STK1000) 1’44.5 10. Patrick Jacobsen (MV Agusta WSS) 1’45.1 11. Alessandro Zaccone (MV Agusta WSS) 1’45.2 12. Ayrton Badovini (Grillini Kawasaki) 1’55.0 – morgens 13. Ondrej Jezek (Grillini Kawasaki) 1’56.0 – morgens
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Montag (21.11.): 1. Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) 1’54.0 min 2. Lorenzo Savadori (Milwaukee Aprilia) 1’54.5 3. Ayrton Badovini (Grillini Kawasaki) 1’55.0 4. Stefan Bradl (Honda) 1’55.7 5. Jordi Torres (Althea BMW) 1’56.1 6. Ondrej Jezek (Grillini Kawasaki) 1’57,0 7. Marco Faccani (Althea BMW STK1000) 1’57.1 8. Andrea Zaccone (MV Agusta WSS) 1’57.8 9. Massimo Roccoli (MV Agusta WSS) 1’57.9 10. Markus Reiterberger (Althea BMW) 1’58.1 11. Jérémy Guarnoni (Pedercini Kawasaki STK1000) 2’02.01
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