Yamaha & BMW stark: Für Tom Sykes nur ein Strohfeuer

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Bei der Superbike-WM in Miano sahen wir zum ersten Mal 2017 Yamaha und BMW auf Augenhöhe mit Kawasaki und Ducati. Der WM-Zweite Tom Sykes wundert sich, woher die Leistungssteigerung kommt.

Vor Misano gingen 35 von 36 Podestplätze an Kawasaki und Ducati. Platz 3 von Yamaha-Werksfahrer Alex Lowes im ersten Rennen in Donington Park kam nur zustande, weil Weltmeister Jonathan Rea auf Rang 2 liegend wegen defektem Reifen stürzte.

In Misano genossen wir, wie Michael van der Mark auf seiner Yamaha 15 Runden lang das erste Rennen anführte. Dann flog der Niederländer spektakulär von seiner R1, weil es ihm den Pirelli-Reifen von der Hinterradfelge zog.

BMW-Ass Jordi Torres wurde im ersten Rennen am Samstag nach zahlreichen Ausfällen und Stürzen Vierter und durfte deshalb am Sonntag von Pole-Position losbrausen. Der Spanier wurde nicht wie vorhergesagt innerhalb kurzer Zeit durchgereicht, sondern führte das Rennen bis zur 13. Runde überwiegend an. Dann wurde er von Ducati-Werksfahrer Marco Melandri final überholt, Torres lag auf Rang 2, als er drei Runden vor Schluss Plattfuß bekam. Maximal Kawasaki-Star Rea hätte ihn noch geschnappt, Rang 3 wäre der erste Podestplatz für BMW seit Oktober 2013 gewesen.

Seit Wochen wird über eine Einheits-ECU und -Software für 2018 diskutiert, um die Leistungsdichte zwischen den Herstellern zu erhöhen, da fahren Yamaha und BMW plötzlich auf Augenhöhe mit Kawasaki und Ducati.

«Torres fuhr fantastisch», lobte Kawasaki-Werksfahrer Tom Sykes, der im ersten Rennen den Sieg erbte, weil vier Fahrer vor ihm gestürzt waren, und der im zweiten Rennen Dritter wurde – weil Torres ausfiel. «Ich weiß nicht, wo die Jungs ihre Pace her hatten. Dasselbe gilt für van der Mark am Samstag. Unglaublich. Die machten in Misano wohl etwas Besonderes. Vielleicht haben sie von Pirelli besondere Reifen bekommen – nein, ich mache nur Witze. Torres hatte mindestens den Speed, um es mit Rea aufzunehmen.»

Im Sonntag-Rennen eroberte Marco Melandri seinen ersten Sieg für Ducati, den ersten in der Superbike-WM seit Oktober 2014. War das der Auftakt für den Italiener, um in der zweiten Saisonhälfte Rea, Sykes und Davies regelmäßig Paroli zu bieten, fragte SPEEDWEEK.com. «Es kommt darauf an», grübelte Sykes. «Meiner Meinung nach bedeutet ein Sieg nicht, dass er noch weitere Rennen gewinnen kann. Ich muss aber sagen, dass Marco ein großartiges Rennen gezeigt hat. Er war in Misano stark und die Ducati funktionierte das gesamte Wochenende gut. Ich muss ihm gratulieren. Er ist sicher sehr happy. Es war schön, ihn, seine Familie und sein Team so glücklich zu sehen. Doch wir werden versuchen, in Laguna zurückzuschlagen.»

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