Markus Reiterberger: «Brauchen einen gescheiten Plan»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Für den deutschen Superbike-WM-Event auf dem Lausitzring baute das Team Van Zon Remeha Markus Reiterberger extra eine BMW S1000RR auf. Was diese von seinem IDM-Bike unterscheidet.

Die Basis für Markus Reiterbergers WM-Motorrad, das er bei seinem Wildcard-Einsatz auf dem Lausitzring am kommenden Wochenende einsetzt, bildet seine IDM-Maschine aus dem Team von Werner Daemen.

Belassen wurden der Rahmen, die Schwinge, die Bremsen, die Umlenkung des Federbeins und jegliche Anbauteile.

Von der BMW-Rennabteilung in Berlin erhielt der zweifache Deutsche Meister den gleichen Motor und die gleiche Elektronik, wie sie das Team Althea mit Jordi Torres und Reiti-Nachfolger Raffaele De Rosa in der Superbike-WM einsetzt.

In vielen Arbeitsstunden baute das Team eine neue Tank-Heck-Kombination. Ein anderer Tank ist notwendig, weil die 17 Liter des Standardtanks nicht für eine Renndistanz in der Weltmeisterschaft reichen. Dadurch wurde auch ein anders Carbonheck nötig.

Reiti fuhr beim Lausitzring-Test Ende Juli außerdem mit einer Öhlins-Gabel und anderen Gabelbrücken. Eine andere Schwinge wollte er testen, dann kam aber der Regen und die Zeit ging aus.

Reiterberger fühlt sich gut gerüstet

«Egal für welche technischen Lösungen wir uns entscheiden, wir sind materiell gut ausgerüstet», erzählte Reiti SPEEDWEEK.com. «Wir werden heute und am Donnerstag entscheiden, was wir einsetzen. Es gibt keinen festen Plan, wir schauen uns noch die Infos von der IDM in Assen vom letzten Wochenende genau an. Mein Fahrwerksmann hat sich noch mal ein paar Sachen überlegt, auch für das Standardfahrwerk.»

Es geht nur noch um die Entscheidung, welche Federelemente du einsetzt? «Hauptsächlich ja», pflichtete der IDM-Führende bei. «Motor und Elektronik sind sicher, dass Chassis ist eh Standard. Es geht um die Gabel und die Gabelbrücken, die Schwinge und die Umlenkung. Wir wollen aber relativ nahe am IDM-Motorrad bleiben, weil wir da wissen, dass es funktioniert. Wir haben am Freitag zweimal eine Stunde Training. Dafür brauchen wir einen guten Plan, um verschiedene Sachen zu probieren. Oder wir legen alles vorab fest und konzentrieren uns darauf – das wird wahrscheinlich das Gescheiteste sein.»

Woher kommt diese Unsicherheit bezüglich eures Plans? «Es ist ganz schwer, so etwas vorab festzulegen, weil man ja nicht weiß, wie die Bedingungen sind», hielt Reiterberger fest. «Gabelbrücken und Umlenkungen müsste man alles testen, aber wir haben wenig Zeit. Was wir probiert haben, wissen wir, wie es funktioniert. Jetzt können wir abwägen, ob andere Sachen womöglich besser sind.»

Der Lausitzring stellt wegen seiner unzähligen Bodenwellen besondere Ansprüche ans Fahrwerk. Nur deshalb experimentierte Reiterberger mit seinem Team mit der speziellen Öhlins-Gabel, wie sie von beinahe allen Teams in der WM eingesetzt wird, und verlässt sich nicht auf sein IDM-Material. «Vielleicht kann man mit der Öhlins-Gabel einen Vorteil herausschlagen», grübelte der 23-Jährige.

Optisch wird das Motorrad an die IDM-Maschine angelehnt sein, wie uns der Obinger verriet: «Es werden ein paar mehr und andere Sponsorenlogos drauf sein und mehr Carbondesign, weil wir einen Carbonsponsor haben, der uns das Heck gebaut hat.»

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