Keine Kraft, Schmerz: Stefan Bradl sagt 1. Rennen ab

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Stefan Bradl wird versuchen, das Rennen am Sonntag zu fahren

Stefan Bradl wird versuchen, das Rennen am Sonntag zu fahren

Es zeichnete sich nach seinem Sturz am Freitag ab: Stefan Bradl ist durch die Prellungen im linken Arm so eingeschränkt, dass er zumindest auf den ersten Superbike-WM-Lauf auf dem Lausitzring verzichten muss.

Der Arzt gab Stefan Bradl das Okay für das Wochenende und der Bayer quälte sich auch tapfer durch das freie Training am Samstagmorgen. 2,755 sec Rückstand und Platz 17 machen aber deutlich, wie schwer er sich tut.

Der Zahlinger war im zweiten Training am Freitag auf Öl ausgerutscht, weil keine Flaggen geschwenkt wurden. Er fiel bei 160 km/h auf den linken Ellbogen, dieser ist stark geprellt, erstrahlt in allen Farben und wird durch einen dicken Bluterguss verziert.

«Vom Arzt bekam ich das Okay, weil die Bewegungsfreiheit einigermaßen da ist», erzählte Bradl SPEEDWEEK.com in der Box von Red Bull Honda. «Ich hab’s in FP3 probiert, mir fehlt aber deutlich die Kraft, wenn ich das Moped von links nach rechts umlegen und stark forcieren muss – die Schmerzen sind genug. Ich werde versuchen, in der Superpole eine einigermaßen akzeptable Startposition herauszufahren. Das Rennen heute macht aber keinen großen Sinn. Nach drei Runden fängt der Arm an zu zittern und ich habe keine Kraft mehr. Bei harten Anbremsmanövern, wenn der Arm ausgestreckt ist, fängt er an zu pumpen. Über eine Renndistanz halte ich das nicht durch.»

«Ich bin mir sicher, dass das heute kein Bombenrennen werden würde, weil ich keine Energie und einen Haufen Schmerzen habe», so Bradl weiter. «Das behindert mich. In der Superpole will ich es zwei oder drei Runden probieren, damit ich nicht als Letzter starten muss. Für Sonntag schauen wir, dass ich in einer besseren Verfassung bin. Ich habe Schmerzmittel bekommen und mich Samstag in der Früh behandeln lassen, aber da kann man nicht viel massieren. Das Hämatom ist im Arm, jedes Mal, wenn mich jemand anfasst, tut es weh. Auf dem Lausitzring ist es so, mit den ganzen Wellen, dass in jeder Rechtskurve der Arm am Tank anschlägt, das ist jedes Mal ein Stich. Das bringt nichts.»

Du erwartest für das zweite Rennen am Sonntag eine Besserung?

«Ich lasse mich behandeln, wir versuchen, es einigermaßen hinzubekommen», verspricht der Honda-Pilot.

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