Magny-Cours, Superpole: Regen sorgt für Sturzchaos

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Auch Pole-Mann Jonathan Rea stürzte

Auch Pole-Mann Jonathan Rea stürzte

Die verregnete Superpole in Magny-Cours sorgte für ein wahres Sturzfestival. WM-Leader Jonathan Rea (Kawasaki) fuhr trotz Ausrutscher aber dennoch auf Pole-Position. Mann der Session war Aprilia-Pilot Leandro Mercado.

Der Sonnenschein in Magny-Cours am Freitag wich dem Regen, der in der Nacht und am Samstagvormittag großzügig vom Himmel fiel und im dritten Training für Stürze von Jake Gagne (Honda), Michael van der Mark (Yamaha), Jordi Torres (BMW), Aryton Badovini (Kawasaki) und Gaststarter Mattieu Lussiana (BMW) sorgte. Badovini und Lussiana fehlten in der Superpole.

Die nasse Piste sorgte für eine turbulente Superpole, insgesamt wurden in beiden Session acht Stürze gezählt. Auch Jonathan Rea stürzte, nach einer Blitzreparatur fuhr der Kawasaki-Star aber dennoch souverän die schnellste Rundenzeit. Als Zweiter überraschte Leandro Mercado (Aprilia), der zuvor Schnellster der Superpole 1 war. Tom Sykes komplettiert die erste Startreihe.

Im Pech waren die Werksteams von Aprilia und Ducati. Sowohl Eugene Laverty (9.) und Lorenzo Savadori (11.) als auch Chaz Davies (7.) und Marco Melandri (12.) gehörten zu den Sturzopfern.

Nicht in Szene setzen konnte sich Regenspezialist Anthony West. Der Australier rutschte von der Piste und blieb auf Startplatz 14 in der Superpole 1 hängen.

So lief die Superpole

Superpole 1

Nur zaghaft wagten sich die Piloten auf die Piste, die ersten Rundenzeiten waren im Bereich von 2.03 min – noch einmal acht Sekunden langsamer als im dritten Training. Mit jeder Runde wurden die Zeiten aber schneller, nach acht Minuten hatte sich Leandro Mercado (Aprilia) in 2:00,681 min an die Spitze gesetzt. Mit 1,8 sec Rückstand folgte Davide Giugliano (Honda) und Regenspezialist Anthony West (Kawasaki).

Fünf Minuten vor dem Ende knackte Mercado in 1:59,337 min die Zwei-Minuten-Marke, fast zeitgleich rutschte BMW-Ass Jordi Torres harmlos aus. Bis zum Ende der Session tat sich nicht mehr viel. Der Argentinier legte letztendlich in 1:58,946 min die Bestzeit vor, Giugliano folgte mit 0,9 sec Rückstand als Zweiter.

Dritter, und damit 13. Startaufstellung, wurde Riccardo Russo (Pedercini Kawasaki), gefolgt von West, Ondrej Jezek (Kawasaki), Roman Ramos (Kawasaki), Alessandro Andreozzi (Yamaha), Jake Gagne (Honda), Raffaele De Rosa (BMW) und Torres.

West und Ramos stürzten, blieben aber unverletzt.

Superpole 2

Ergänzt durch Mercado und Giugliano gingen die Top-10 der Trainings bei anhaltenden Regen auf die Strecke. Nach seiner Gala-Vorstellung im verregneten dritten Training galt Jonathan Rea (er hatte fast drei Sekunden Vorsprung) als haushoher Favorit auf die Pole-Position.

Doch ausgerechnet Rea sorgte auf seiner ersten fliegenden Runde für den ersten Sturz der Session. Der Kawasaki-Star klaubte sein Motorrad aber sofort wieder auf und fuhr aus eigener Kraft zurück an die Box. So sorgte Xavi Fores mit der Barni Ducati in 2:00,311 min für die erste ernstzunehmende Zeit.

Dann glänzte Aruba Ducati-Werkspilot Chaz Davies in 1:58,936 für eine neue schnellste Runde, um anschliessend ebenfalls zu stürzen. Auch Lorenzo Savadori (Aprilia) und Marco Melandri (Ducati) waren auf der nassen Piste ausgerutscht.

Und die Superpole lief noch sechs Minuten!

Während sich Tom Sykes (Kawasaki) hinter Davies als Zweiter einreihte, fuhr Rea mit dem reparierten Bike wieder auf die Piste. Für einen weiteren Sturz sorgte Eugene Laverty (Aprilia).

In 1:57,433 min sorgte dann Rea zwei Minuten vor dem Ende für einen Paukenschlag an der Spitze, Sykes folgte mit 1,2 sec, dann Giugliano, Davies, Alex Lowes (Yamaha). Einen weiteren Sturz lieferty Laverty ab.

Auf seiner zweiten Runde sorgte Rea dann in 1:56,555 min endgültig für klare Verhältnisse an der Spitze. Hinter dem zweifachen Weltmeister reihte sich Überraschungsmann Leandro Mercado mit der Ioda-Aprilia ein. Sykes komplettiert die erste Startreihe.

Dann Fores, Lowes, Giugliano, Davies, Camier, Laverty, van der Mark, Savadori und Melandri.

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