Hauser: «Wir werden uns nicht ausruhen»

Von Matthias Bley
Superbike-WM
Berthold Hauser

Berthold Hauser

Nach der ersten Podiumsplatzierung für BMW ordnet Motorsport-Direktor Berthold Hauser die Leistung des Teams und der Fahrer Troy Corser und Ruben Xaus ein.

Berthold Hauser, das Rennwochenende in Monza war das erfolgreichste in der noch jungen Geschichte von BMW Motorrad Motorsport in der Superbike-Weltmeisterschaft. Wie ordnen Sie die Vorstellung des Teams ein?
Das durchaus positive Ergebnis ist der verdiente Lohn für die harte Arbeit der vergangenen Wochen. Es ist einfach ein gutes Gefühl, endlich das erste Podium einzufahren. Wir alle haben den Augenblick sehr genossen. Dass uns das so früh gelingt, hat uns selbst etwas überrascht. Jedoch sind wir uns bewusst, dass wir noch kein Top-Team sind. Uns fehlt noch die nötige Konstanz, aus eigener Kraft regelmässig auf das Podium zu fahren. Wir werden uns jetzt nicht ausruhen, sondern zielgerichtet und konsequent weiterarbeiten, damit wir möglichst bald wieder auf dem Treppchen stehen. Wir sind Racer und erst dann zufrieden, wenn wir aus eigener Leistungsfähigkeit kontinuierlich siegfähig sind.

Was sind die Gründe für den Aufwärtstrend des Teams?
Wir sehen das vergangene Jahr als Aufbaujahr. Wir mussten die Strukturen aufbauen, Prozesse und Arbeitsabläufe mussten sich einspielen. Wir sind in der ersten Saison ohne Erfahrungswerte an die Rennstrecken gefahren, zudem gab es noch kein Testteam. Die Situation in diesem Jahr sieht anders aus: Wir konnten auf Bewährtem aufbauen, haben uns aufeinander eingespielt und unsere Teamstruktur und die Abläufe an der Rennstrecke professionalisiert. Unsere technische Abteilung macht einen hervorragenden Job, die BMW S 1000 RR ist sowohl auf Fahrwerks-, Motoren- als auch Elektronikseite deutlich weiter als vor einem Jahr. Auch die Fahrer sind hochmotiviert bei der Sache.
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Stichwort Fahrer: Troy Corser überzeugte seit Saisonstart mit positiven Resultaten. Wie sehen Sie seine Leistungen?
Troy hat seit Saisonbeginn einen tollen Job gemacht. Fahrerisch überzeugt er uns derzeit an jedem einzelnen Wochenende, er arbeitet professionell und zielorientiert. Ich bin zufrieden mit seinem Fitnesslevel. auch wenn es bei jedem Fahrer immer Potenzial nach oben gibt.

Ruben Xaus stand in der Kritik. Wie beurteilen Sie seine bisherige Vorstellung?
Ruben hatte einen mehr als unglücklichen Start in die Saison. Wir wussten, dass es nicht zielführend sein würde, ihm die Pistole auf die Brust zu setzen. Ruben ist ein Vollprofi und hat sich selbst den grössten Druck gemacht. Vor allem Davide Tardozzi hat bei Ruben nach dem Rennen auf Phillip Island viel Aufbauarbeit geleistet. Und die Resultate der beiden vergangenen Rennwochenenden waren überzeugend. Ruben hat bewiesen, dass er zurück ist. Er hat in Monza sein bislang bestes Resultat für uns erzielt. Es tut mir persönlich leid, dass er das zweite Rennen nicht beenden konnte. Er wurde direkt nach dem Start noch vor der ersten Schikane in einen Unfall verwickelt. Er hatte keine Schuld.

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Davide Tardozzi eingespielt?

Davide kümmert sich um das Team-Management und die operative Führung des Teams an der Rennstrecke. Er hat das Sagen in der Box. Das betrifft die Abläufe, aber auch taktische Entscheidungen, die unmittelbaren Einfluss auf die Leistung haben. Seine langjährige Erfahrung im Motorsport ist von unschätzbarem Wert für das Team. Die im Januar vorgestellte Struktur stellt sicher, dass das Team für die Zukunft gut aufgestellt ist. Team-Management und Team-Organisation sind wichtige Bereiche, und diese werden von Davide hervorragend verwaltet. Gleichzeitig gibt diese Personalentscheidung Rainer Bäumel die Möglichkeit, sich auf die Kernbereiche Gesamtprojektleitung und Technik zu konzentrieren.
 

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