Ducati 1299 und V4: Wo sie 2018 zum Einsatz kommen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

In der Superbike-WM und fast allen nationalen Meisterschaften muss in der Superbike-Klasse mit 1000-ccm-Vierzylindern oder 1200er-Twins gefahren werden. Doch es gibt Ausnahmen.

Verwundert haben sich einige Fans gefragt wie es sein kann, dass Troy Bayliss in Australien die Ducati 1299 Panigale Final Edition und Ivan Goi in Italien die neue Panigale V4 1100 einsetzen darf.

In der Superbike-Weltmeisterschaft gilt weiterhin die Regel, dass entweder Vierzylinder-Maschinen mit 1000 ccm oder Zweizylinder mit 1200 ccm zum Einsatz kommen müssen. Das schließt die beiden genannten Ducati-Modelle aus. Selbige Regeln gelten auch in den wichtigen nationalen Meisterschaften in Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich und den USA.

Eine Ausnahme bildet Australien, in der «Australian Superbike Championship» darf Troy Bayliss in seinem eigenen Team DesmoSport Ducati eine 1299 einsetzen. «Mit Superstock oder Superbike in Europa hat das nichts zu tun, unser Motorrad ist Standard», erklärte der dreifache Weltmeister SPEEDWEEK.com. «Der Motor der 1299 dreht nicht hoch, das ist kein Rennmotorrad, das ist ein Traktor.»

Wie sich bei den ersten drei Läufen der ASBK auf Phillip Island gezeigt hat, ist die Maschine konkurrenzfähig, aber keinesfalls besser als die Vierzylinder-Konkurrenz mit 1000 ccm.

Der Promoter der ASBK bietet Ducati mit der 1299 die Chance, dabei zu sein. Die für die WM homologierte 1199 wird längst nicht mehr gebaut.

Eine ebensolche Ausnahme wird in Italien in der «National Trophy» gemacht, der Amateurmeisterschaft unterhalb des offiziellen Championats CIV. Dort pilotiert der ehemalige WM-Pilot Ivan Goi dieses Jahr eine V4 1100. Die WM-Version mit 1000 ccm wird erst für 2019 gebaut und homologiert, ein solches Motorrad ist bislang nur als Prototyp im Ducati-Testteam existent.

«Dass die 1100 Panigale V4 in der National Trophy in Italien fährt, ist der Wunsch der Teams Barni und Motocorse, um etwas über das Motorrad zu lernen», hielt Ducatis Sportdirektor Paolo Ciabatti fest. «Wir haben nicht darum gebeten, aber die National Trophy erlaubt die Teilnahme mit der 1100. Wir geben den Teams die Motorräder zu einem guten Preis, es gibt aber keine Kit-Parts. Sie müssen sich selbst um die Entwicklung kümmern. Natürlich werden wir versuchen so viele Informationen wie möglich zu sammeln, parallel arbeiten wir an der V4 1000 und testen mit Zanetti und Pirro.»

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