Aruba und Ducati: «Nicht Geld wie in MotoGP ausgeben»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Chaz Davies (li.), rechts neben ihm steht Stefan Cecconi

Chaz Davies (li.), rechts neben ihm steht Stefan Cecconi

IT-Anbieter Aruba ist der Überzeugung, dass eine Beteiligung an einem Superbike-WM-Team mehr bringt, als nur Geld für Werbung zu bezahlen. Was die Vorteile sind, verriet Geschäftsführer Stefano Cecconi.

Seit 2015 ist IT-Anbieter Aruba Hauptsponsor des Ducati-Werksteams in der Superbike-WM. Firmenchef Stefano Cecconi ist seither auch Teamprinzipal und hat bei sämtlichen Entscheidungen ein gewichtiges Wort. SPEEDWEEK.com verriet er im Exklusiv-Interview, wie genau die Zusammenarbeit mit dem erfolgreichsten Superbike-Hersteller aussieht.

Stefano, der Vertrag zwischen Aruba und Ducati läuft bis Ende 2019?

Genau. Wir haben den Vertrag so verfasst, dass wir eine Saison mit der V4 hinter uns haben, dann verhandeln wir neu.

Aruba ist viel mehr als ein Sponsor, ihr seid ein Partner von Ducati, der ins Tagesgeschäft des Teams eingebunden ist. Ich nehme an, du willst auch nach 2019 weitermachen?

Zu Beginn lagen noch viele Dinge in den Händen von Ducati. Heute kümmert sich Ducati um die Technik und wir erledigen alles andere. Team, Mechaniker, Logistik und so weiter.

Früher hat diese Aufgaben Feel Racing für Ducati erledigt, wie sieht die Zusammenarbeit heute aus?

Feel Racing arbeitet für Aruba. Und Aruba arbeitet gemeinsam mit Ducati. Sie geben uns die Motorräder und stellen uns Ingenieure. Die Crew-Chiefs und Elektroniker kommen aber von Feel Racing. Aruba betreibt das Team, wir sind also viel mehr als ein Sponsor.

Macht es sich für die IT-Firma Aruba bezahlt, dass ihr Hauptsponsor des Ducati-Werksteams in der Superbike-WM seid?

Nach einigen Jahren kann ich sagen, dass es sich lohnt. Das hängt auch damit zusammen, dass wir nicht nur ein Sponsor sind, sondern das Team gemeinsam mit Ducati betreiben. Wenn es gut läuft, ist der Imagegewinn größer, wie wenn man nur die Rechnungen für Aufkleber auf dem Motorrad bezahlt, ohne wirklich eingebunden zu sein.

Wir sind zufrieden mit der Kapitalrendite. Wir sind lediglich etwas besorgt, wie es mit dem Mediaset-Vertrag weitergeht. Der italienische Markt ist sehr wichtig für uns, dass Mediaset die Rennen im Fernsehen überträgt, ist sehr wichtig für uns. Ich hoffe, dass sie 2019 weitermachen. Irgendjemand wird die Rennen sicher übertragen, aber das ist nicht dasselbe. Für uns ist es wichtig, dass die Rechte bei Mediaset bleiben.

Sollte WM-Promoter Dorna den Vertrag mit Mediaset nicht verlängern können, denkst du über dein Engagement nach?

Ja, dann müssen wir darüber nachdenken, wie viel wir investieren und welche Öffentlichkeitswahrnehmung wir dafür bekommen.

Wenn dich weniger Leute im TV sehen, musst du das Budget anpassen. Du kannst nicht Geld wie in MotoGP ausgeben, wenn du nicht entsprechend wahrgenommen wirst. Es ist nicht günstig, ein Topteam im Superbike-Paddock zu sein. Dafür musst du investieren, was nötig ist.

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