Warum die Superbike-WM nach Japan gehen sollte

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
In Japan ist vieles etwas anders

In Japan ist vieles etwas anders

Kaum ein Rennfahrer sagt nein, wenn es um eine Teilnahme am legendären Acht-Stunden-Rennen in Suzuki geht. Für Pata Yamaha-Werkspilot Michael van der Mark ist ein Meeting in Japan überfällig.

Der spektakuläre Langstrecken-Event in Suzuka bildet 2018 das Saisonfinale der Endurance-WM, um den Sieg auf der Rennstrecke im Honda-Eigentum kämpfen aber nicht die permanenten Teilnehmer, sondern die Werksteams der japanischen Werke.

Drei Siege in Folge hat das Yamaha-Werksteam in Folge beim legendären Acht-Stunden-Rennen in Suzuka eingefahren. Und dafür brauchte man keinen MotoGP-Stars: 2017 holten Alex Lowes, Michael van der Mark aus der Superbike-WM sowie den japanischen Top-Piloten Katsuyuki Nagasuka einen derart überlegenen Sieg, dass man dieses Fahrertrio auch 2018 ins Rennen schickt.

Bevor mit Yamaha erfolgreich, gewann Michael van der Mark in Suzuka zweimal mit Honda. Von Laguna Seca ging die Reise nicht zurück nach Europa, sondern zu Testfahrten nach Japan. «Der erste Test ist direkt nach dem Meeting in den USA, nach Misano gibt es weiteren Test», verriet der Niederländer im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Das 8h ist ein einmaliger Event und ich genieße es, dort zu fahren.»

Nicht nur die Umstellung auf Reifen von Bridgestone und das schwülheiße asiatische Klima ist einer Herausforderung, auch das Rennformat. Die Teilnehmer fahren mehrere Stints mit dem Speed eines Sprintrennens. «Wenn man auf sein Pitboard schaut und dort '27 Runden' liest, fragt man sich selbst, warum man sich das antut», lachte der 25-Jährige, der in Donington seine ersten Superbike-Laufsiege einfahren konnte. «Für mich ist das Schwierigste, wenn man in der Box hockt und wartet. Normalerweise ist man vor dem Start nervös, fährt sein Rennen und dann ist Feierabend. Wenn ich in Suzuka aber den dritten Stint fahre, verfolge ich den Start und dann den zweiten Stint, bevor ich selber loslegen kann – aber die ganze Zeit steht man unter Strom.»

Gerne würde der Supersport-Weltmeister von 2014 auch mit seiner Pata Yamaha in Japan antreten. «Also ich denke, dass es fantastisch wäre. Es gibt in Japan faszinierende Rennstrecken und die Fans sind unglaublich. Ich bin mir sicher, wenn wir dort einen Superbike-Event hätten, würde sehr viele Zuschauer kommen», ist der WM-Dritte überzeugt. «Sehr viele Fans kommen nur nach Suzuka, um die MotoGP- und Superbike-WM-Fahrer live zu sehen. Ich für meinen Teil wünsche mir einen Event in Japan!»

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