Marco Melandri (Ducati): «Misano wird zermürbend»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Marco Melandri fuhr in Misano 2017 seinen ersten Superbike-Laufsieg mit Ducati ein

Marco Melandri fuhr in Misano 2017 seinen ersten Superbike-Laufsieg mit Ducati ein

An Unterstützung von den Tribünen wird es den Ducati-Werkspiloten Chaz Davies und Marco Melandri beim Meeting der Superbike-WM in Misano nicht mangeln. Ein Selbstgänger wird das Heimrennen jedoch keinesfalls.

2007 gelang Marco Melandri in Misano als Vierter der MotoGP sein bestes Ergebnis in der Prototypen-Serie, erfolgreicher war der Italiener in der Superbike-WM. Bereits bei seinem ersten Auftritt 2011 mit Yamaha wurde er Dritter, es folgten zwei weitere Podestplätze mit Aprilia und als Krönung sein erster Sieg mit Ducati im vergangenen Jahr.

«Deshalb ist Misano auch eine besondere Veranstaltung für mich – mein erster Ducati-Sieg hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt», sagte der 35-Jährige im Vorfeld. «Ich freue mich sehr auf die Rückkehr. Körperlich bin ich absolut bereit für zwei Rennen, die sehr wahrscheinlich bei starker Hitze stattfinden und sehr zermürbend werden. »

Melandri will der jüngsten Erfolgsserie von Jonathan Rea ein Ende bereiten. Der Kawasaki-Pilot gewann drei der letzten vier Rennen und hat fast doppelt so viele WM-Punkte einfahren als der Ducati-Pilot (320 zu 168 P.). «Wir werden vorne mitmischen», ist der Italiener überzeugt. «Angesichts der Verbesserungen unserer Gegner erwarte ich einen großen Kampf, aber das macht es nur noch spannender.»

Eine ganz andere Erinnerung an das Meeting in Misano hat dagegen Chaz Davies. Im Duell um den Sieg stürzte der Waliser 2017 in der letzten Runde und wurde von Rea überrollt. Neben sechs Ausfällen konnte Davies in Misano nur 2015 einmal als Dritter auf das Podium steigern.

«Unsere bisherigen Ergebnisse entsprechen nicht unserem Speed – bis zu dem Vorfall im letzten Jahr hatte ich das Rennen angeführt», relativiert der WM-Zweite. «Das Reifenmanagement wird auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen. Mir ist es auch wichtig, mit einem starken Ergebnis in die Sommerpause zu gehen. Hoffentlich können wir unseren Heimvorteil ausspielen.»

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