Whitham: «Haslam ist wie ein Hund mit einem Knochen»

Von Helmut Ohner
Superbike-WM
Leon Haslam mit seinem Vater Ron

Leon Haslam mit seinem Vater Ron

Der frühere Superbike-WM-Lauf-Sieger und jetzige Kommentator bei Eurosport, James Whitham, ist der Überzeugung, dass es vom Kawasaki-Werksteam schlau war, für die Superbike-WM Leon Haslam statt Tom Sykes zu verpflichten.

Vor wenigen Tagen trat das Kawasaki Racing Team WorldSBK mit der Mitteilung an die Öffentlichkeit, dass man Leon Haslam für die kommende Saison unter Vertrag genommen habe. Gemeinsam mit dem dreifachen Weltmeister Jonathan Rea soll er dafür sorgen, dass man in der Fahrer-, Team- und Hersteller-Weltmeisterschaft weiter erfolgreich bleibt.

Aber war es ein guter Schachzug Tom Sykes, 2013 immerhin Superbike-Weltmeister auf Kawasaki, durch Haslam zu ersetzen. «Jonathan versteht sich mit Leon persönlich ausgezeichnet. Das war in letzter Zeit zwischen ihm und Tom nicht mehr der Fall. In meinen Augen kann diese Paarung also durchaus funktionieren», ist sich James Whitham sicher.

«Wenn du von deinem Motorrad steigst, willst du nicht unbedingt einen Feind in der Box antreffen. Ich glaube, beide werden es schaffen, dieses gute Verhältnis aufrecht zu erhalten. Es hängt allerdings auch davon ab, was während des Jahres auf der Strecke passiert. Aber beide sind entspannte Charaktere, die auch schwierige Situationen meistern können.»

«Leon ist noch immer extrem schnell und darüber hinaus ein harter Arbeiter, was er jedes Jahr beim Acht-Stunden-Rennen in Suzuka unter Beweis stellt. Er nimmt jegliche Strapazen auf sich, wenn es darum geht, für sein Team da zu sein. Das war sicherlich auch einer der Gründe für Kawasaki, sich seine Dienste sichern zu wollen.»

Für den Briten spricht auch, dass er niemals aufgibt. «Leon ist wie ein Hund mit einem Knochen. Er hat in der britischen Meisterschaft immer wieder gezeigt, dass er sich förmlich in seine Gegner verbeißen kann. Das wird er sicherlich auch in der Weltmeisterschaft machen, weil er weiß, dass das kommende Jahr entscheidend für seine weitere Karriere ist.»

«Leon ist bereits 35 Jahre alt. Normalerweise bekommst Du in diesem Alter keine solche Chance, immerhin war er bereits Stammfahrer in der Superbike-Weltmeisterschaft und musste mangels Angebote den Rückschritt in der BSB Superbike hinnehmen. Er wird die Gelegenheit noch einmal die Möglichkeit den WM-Titel zu gewinnen, mit beiden Händen ergreifen.»

Dass Haslam allerdings vor keiner leichten Aufgabe steht, ist sich der frühere Superbike-WM-Lauf-Sieger und nunmehrige Kommentator bei Eurosport im Klaren. «Mit Jonathan hat er den derzeit sicherlich schnellsten Fahrer als Teamkollegen. Ihm den Titel abzujagen, wird keine leichte Aufgabe sein. Wenigstens sitzt er auf demselben Motorrad er.»

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