Sieger Alvaro Bautista nahe der totalen Erschöpfung

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Alvaro Bautista war nach den Rennen schmerzgeplagt

Alvaro Bautista war nach den Rennen schmerzgeplagt

14 Rennen hat Alvaro Bautista in der Superbike-WM zu Saisonbeginn gewonnen, seit Ende Juni in Misano nicht mehr. Ausgerechnet auf Jonathan Reas Vorzeigestrecke in Portimao konnte der Ducati-Star den Fluch brechen.

Mit Platz 2 im Sprintrennen am Sonntagmorgen qualifizierte sich Alvaro Bautista für den zweiten Startplatz im zweiten Hauptrennen am Sonntagnachmittag. Den Start vermasselte der Spanier und kam nur als Sechster aus der ersten Runde zurück.

Bautista überholte erst Michael van der Mark, dann dessen Yamaha-Teamkollege Alex Lowes und auch die Kawasaki-Piloten Leon Haslam, Toprak Razgatlioglu und sogar Weltmeister Jonathan Rea waren auf der Geraden leichte Beute für Bautista und seine schnelle Panigale V4R. Von der sechsten bis zur 20. und letzten Runde führte der Ducati-Star das Rennen an und feierte seinen 15. Saisonsieg.

«Am Start zum zweiten Rennen stieg mir das Vorderrad zu hoch, ich war aber in der Spitzengruppe und machte mir deshalb keine Sorgen», erzählte Bautista. «Sorgen machte ich mir nur wegen meiner Schulter, ich fühlte mich schlechter als am Samstag. «Im Sprintrennen am Sonntagmorgen musste ich 85 Prozent meiner Energie aufwenden. Als ich hinter den Kawasaki lag sah ich, dass meine Pace etwas stärker ist. Ich spekulierte darauf einen kleinen Vorsprung herauszufahren und hoffte darauf, dass meine Kräfte und die Reifen bis zum Ende durchhalten.»

In der letzten Runde hatte der 34-Jährige einen kapitalen Einbruch, um ein Haar hätte ihn Rea noch erwischt. «Ich war zerstört und die Reifen auch», meinte Bautista zu seinem Minimalvorsprung von 0,111 sec. «Umso glücklicher bin ich, dass wir gewonnen haben. Als ich die Zielflagge sah wusste ich zwar, dass ich gewonnen habe, ich dachte aber nur daran, dass ich total fertig bin. Als ich die linke Hand vom Lenker nahm fühlte sich der Arm an, als würde ich 50 Kilogramm stemmen. Ich war glücklich und hatte gleichzeitig starke Schmerzen. Schmerzen, weil ich so erschöpft war.»

In drei Wochen in Magny-Cours wirst du in besserer Verfassung sein? «Das hoffe ich», überlegte der WM-Zweite. «Dieses Wochenende habe ich geschaut, dass ich möglichst wenige Runden fahre, um meine Schulter zu schonen. In Magny-Cours muss ich das Gegenteil machen und viele Runden fahren, weil ich die Strecke nicht kenne. Dazu muss ich körperlich fit sein.»

Neun Rennen vor Saisonende beträgt Bautistas Rückstand auf Rea 91 Punkte.

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