Toprak Razgatlioglu wollte den Sieg, er bekam Platz 3
Wie vor der Sommerpause hinterließ Puccetti Kawasaki-Pilot Toprak Razgatlioglu auch beim Meeting in Portimão einen hervorragenden Eindruck. Im zweiten Lauf bekam das sogar Sieger Álvaro Bautista (Ducati) zu spüren.
Mit jedem Meeting der Superbike-WM 2019 reibt sich Yamaha die Hände und im Gegenzug realisiert Kawasaki, welchen Rohdiamanten sie mit Toprak Razgatlioglu an die Konkurrenz verliert. Denn auch in Portimão fuhr der junge Türke mit der Puccetti Kawasaki im zweiten Lauf auf das Podium und liegt nur noch sechs Punkte hinter Werkspilot Leon Haslam, auf dessen Platz er für 2020 spekulierte.
Zur Erinnerung: Weil Kawasaki beim 8h Suzuka aber auf Razgatlioglu verzichtete, transferierte ihn sein Mentor Kenan Sofuoglu ins Yamaha-Werksteam.
Dennoch war der 22-Jährige nicht komplett zufrieden mit seiner Performance in Portugal.
"Samstag war eine Katastrophe. Die Superpole lief schlecht und im ersten Rennen war ich zwar Sechster, damit aber alles andere als glücklich", sagte Razgatlioglu zu SPEEDWEEK:com. "Für die Rennen am Sonntag haben wir ein neues Settings für die Elektronik genommen, das fühlte sich sofort gut an. Im Superpole-Race wollte ich unbedingt ein gutes Ergebnis einfahren, weil es für die Startaufstellung für den zweiten Lauf zählte – Platz 4 war nicht schlecht."
Im zweiten Lauf hielt der Türke lange mit Jonathan Rea (Kawasaki) mit, auch dem späteren Sieger Alvaro Bautista (Ducati) leistete er bemerkenswerten Widerstand.
"Die Ducati von Bautista war unglaublich schnell. Ich bremste noch später und wehrte mich, aber wirklich nur kurz. Danach versuchte ich Rea und Bautista zu folgen, aber das war super schwer. Schon noch ein paar Runden war mein Hinterreifen verschlissen. Die letzten sechs Runden fuhr ich das Rennen kontrolliert zu Ende. Mit dem Podium bin ich zufrieden. Ich wollte meinen ersten Sieg, das Podium ist auch ok."
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