BMW-Teamchef Muir hält WM-Titel 2020 für möglich

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Das BMW-Werksteam bestreitet die Superbike-WM 2020 mit Tom Sykes und Eugene Laverty, zusammen gewann sie 47 Rennen und standen 146 Mal auf dem Podest. Sie sollen nach dem Titel greifen.

Tom Sykes kommt als Gesamtachter zum letzten Europa-Event der Superbike-WM 2019 am kommenden Wochenende in Magny-Cours in Zentralfrankreich. Dem Engländer fehlen 66 Punkte zum WM-Dritten Alex Lowes (Yamaha), ohne technische Ausfälle und den unverschuldeten Sturz in Donington Park (Öl auf der Strecke) wäre Sykes mindestens in den Top-5.

Mit drei Podestplätzen und der Pole in Donington Park haben er und BMW bewiesen, dass sie mit der neuen S1000RR auf einem guten Weg sind. Die Bayern stellen Sykes für 2020 den ehemaligen Vizeweltmeister Eugene Laverty an die Seite, zusammen haben sie 47 Rennen gewonnen und standen 146 Mal auf dem Podest.

«Rea ist der eindeutige Favorit», meint BMW-Teamchef Shaun Muir zu den Kräfteverhältnissen in der Superbike-WM 2020. «Aber wenn Tom die letzten drei Events einen Lauf hat und diesen mit in die Wintertests nimmt… Ohne die technischen Ausfälle und die Disqualifikation im Sprintrennen in Donington wäre Tom Vierter der Weltmeisterschaft. In Imola, Misano und Donington ging er in den Sprintrennen leer aus, womit sein guter Startplatz für das zweite Rennen weg war. Die so verlorenen Punkte habe ich in meiner Kalkulation gar nicht mitgerechnet, er könnte auch Dritter sein. Nur Rea und Bautista liegen weit voraus. Wenn du immer in die Top-3 oder Top-4 fährst, dann kannst du auch um den Titel kämpfen.»

Ist der WM-Titel bereits im zweiten Jahr der werksseitigen Rückkehr möglich? «Ja, das ist er», unterstrich Muir gegenüber SPEEDWEEK.com. «Das glaube ich wirklich. Viel hängt davon ab, wie der Test im November läuft. Wenn wir zwei Fahrer haben, die um die Top-6 kämpfen. Und wenn wir einen haben, der um Siege fährt, dann habe ich keine Zweifel. Wir wissen nicht, was Toprak Razgatlioglu auf der Yamaha leisten wird. Jonathan Rea ist bei Kawasaki eine Konstante, Chaz Davies wird mit der Ducati bei der Musik sein. Hinter Bautista und Honda steht ein riesiges Fragezeichen, weil mit dem heutigen Motorrad nichts möglich ist. Und das neue Bike wird nicht auf den WM-Strecken entwickelt.»

Sykes, der 2013 Champion wurde und die Weltmeisterschaft von 2012 bis 2017 immer in den Top-3 beendete, ergänzte: «Letztlich fahre ich Rennen, um Weltmeister zu werden. Nächstes Jahr werden wir versuchen, es in die Top-3 der Weltmeisterschaft zu schaffen. Alles mehr nehmen wir mit, wenn es sich uns bietet.»

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