Jonathan Rea fordert Rückkehr zum alten SBK-Format

Von Tim Althof
Superbike-WM

Kawasaki-Werksfahrer Jonathan Rea liegt in der Superbike-WM vor dem Meeting in Magny-Cours auf Gesamtrang 1 und steht kurz vor seinem fünften Titelgewinn. Gerne würde er aber zum alten Format zurückkehren.

Jonathan Rea erlebte am Freitag in Magny-Cours einen verregneten Trainingstag, bei dem er einen leichten Ausrutscher zu verkraften hatte. Für das restliche Wochenende werden trockene Verhältnisse erwartet, so dass kaum Zeit vorhanden ist, um ein Set-up für das erste Rennen am Samstag zu finden. Deshalb würde der Nordire gerne zum alten SBK-Format zurückkehren, bei dem am Sonntag zwei Rennen gefahren wurden.

Vor einigen Jahren diente der Freitag als Trainingstag und der Samstag hauptsächlich der Ermittlung der Startaufstellung, die für beide Rennen galt. Das Sprintrennen, welches aktuell Sonntagfrüh stattfindet und über 10 Runden geht, gab es damals nicht. Die meisten Superbike-WM-Fahrer sehen in diesem Rennen sowieso wenig Sinn.

Die Dorna, als Eigentümer der Superbike-WM, sieht in dem aktuellen Format mehr Potenzial für die Zuschauer. Doch ist es nicht wichtiger den Fahrern zuzuhören anstatt sich nur darauf zu konzentrieren, die Show zu verbessern? Sollte die Superbike-WM zu ihrem alten Format zurückkehren? Jonathan Rea ist schon seit 2008 in der WM unterwegs und kennt beide Formate. «Ich denke es ist wichtig zwei Seiten zufriedenzustellen. Die Fans und auch wir Fahrer müssen einverstanden sein», betonte der 32-Jährige.

«Wir haben eine Sicherheits-Kommission, wo wir manchmal darüber reden. Doch am Wetter können wir ja nichts machen. Es ist egal wie der Zeitplan ausschaut, denn wenn es zwei Tage regnet und wir fahren die Rennen am Sonntag im trockenen, dann ist es ähnlich wie an diesem Wochenende in Magny-Cours, denn wir werden ohne große Vorbereitung in die Rennen gehen», stellte Rea fest. «Auch in einem 20-minütigen Training, wie wir es am Samstagmorgen haben, ist es nicht einfach alles zu analysieren und, wenn nötig, große Veränderungen am Bike durchzuführen. Ich denke es ist nicht genug Zeit an einem Wochenende, um perfekt vorbereitet zu sein», erklärte der Kawasaki-Pilot gegenüber SPEEDWEEK.com.

Rea, der in diesem Jahr seinen fünften Titel in der Superbike-WM gewinnen kann, betonte aber auch, dass es für alle Fahrer dieselben Voraussetzungen sind: «Ich bin niemand der sich über das System beschwert aber es bringt uns Fahrern mehr Stress, vor allem wenn wir nur die zwei Sessions am Freitag haben. Als Team arbeiten wir die meiste Zeit zwischen den Sessions, denn man arbeitet mit den gesammelten Daten und probiert anschließend bestimmte Änderungen aus.»

«Es wird niemals perfekt sein», versicherte der Brite. «Selbst am Sonntag könnten wir abends Veränderungen durchführen, für den Fall das am Montag ein Rennen wäre. Ich beschwere mich nicht, auch wenn ich das alte System bevorzuge, denn damals war die Vorbereitung an einem Wochenende viel besser. Ich würde die Rennen aber gerne wieder nur am Sonntag fahren», sagte Rea am Freitag in Magny-Cours.

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