SBK-Experte: «Wer würde schon gegen Redding wetten?»

Von Kay Hettich
Mit Scott Redding im Aruba Ducati-Werksteam ergänzt eine unbekannte Größe die Superbike-WM 2020. Der ehemalige Supersport-, Superbike-WM und MotoGP-Pilot Jamie Whitham rät, den BSB-Champion nicht zu unterschätzen.

Der 53-jährige Jamie Whitham blickt selbst auf eine lange Karriere im internationalen Motorradrennsport zurück. Der wie BMW-Pilot Tom Sykes aus Huddersfield stammende Brite fuhr Siege in der Supersport-WM ein, gewann auch in der Superbike-WM (Sentul 1994) und absolvierte sogar einige Rennen in der MotoGP bzw deren Vorgängerkategorie mit 500-ccm-Zweitaktmotoren. 1992 fuhr Whitham im Harris-Team in Magny-Cours als Neunter sein bestes Finish ein, mit der dreizylindrigen Proton reichte es 1999 im Team von Kenny Robert nur in Mugello zu WM-Punkten (Platz 14).

Nach seiner aktiven Karriere etablierte sich Whitham für verschiedene TV-Sender als beliebter Kommentator. In dieser Funktion verfolgt er auch die Britische Superbike Serie und erlebte den Meisterschaftsgewinn von Scott Redding (Be Wiser Ducati) aus nächster Nähe. Der 26-Jährige wird 2020 an der Seite von Chaz Davies im Aruba Ducati-Werksteam die Superbike-WM bestreiten.

Whitham ist überzeugt: Fehler wie sie sein Vorgänger Álvaro Bautista machte, wird man von Redding nicht sehen. «Wenn es nötig ist, begnügt er sich mit Platz zwei, drei oder vier – und er gewinnt, wenn es machbar ist», sagte Whitham bei Bikesportnews. «Ich sah ihn in diesem Jahr vielleicht zwei Mal neben der Strecke. Seine Stürze gingen nicht auf seine Kappe.»

«Scott rechnet selbst ganz sicher damit, ganze vorne mitfahren zu können – und wer würde dagegen wetten? Er ist sehr fit, macht selten Fehler, kennt das SBK-Format und auch die meisten Rennstrecken», meint Whitham. «Außerdem hat er ein großartiges Team hinter sich und er kennt die Ducati V4R. Aus seiner Zeit in der MotoGP kennt er sich auch mit der Elektronik aus. Er wird sich sicher sehr schnell an die Superbike-WM gewöhnen und einer der Protagonisten sein. Ich glaube aber nicht, dass er dominieren wird. Es wird ihm nicht so leicht fallen, Gegner wie Jonathan Rea oder auch seinen Teamkollegen Chaz Davies zu schlagen.»


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